Wommener bekommt mit seinem Mega-Flaschenöffner auf Youtube 1,2 Millionen Klicks

24 Kleine auf einen Streich

Und zack: Ohne Kraftaufwand sind in einer Sekunde 24 Bierflaschen geöffnet. Foto: Screenshot

Wommen. Über Facebook hat sich das Video verbreitet wie eine Lauffeuer. Über 1,2 Millionen Klicks gab es in den vergangenen zwei Monaten für zwei Videos auf Youtube für die bewegten Bilder zu Sebastian Brauns Erfindung. 24 Bierflaschen aufeinmal zu öffnen, darauf hat die Welt scheinbar gewartet.

Die Kommentare auf der Internet-Plattform zeigen Begeisterung. Von „deutscher Ingenieurskunst“, „großem Erfindergeist“, „der größten Erfindung aller Zeiten“ und Kaufanfragen ist die gesamte Palette an Komplimenten vorhanden. Die Idee hatte der Werkzeugmechaniker Sebastian Braun aus Herleshausen Wommen zusammen mit Stefan Führer. Sie wollten herausfinden, wie man am einfachsten gleich einen ganzen Kasten Flaschenbier auf einmal öffnet. Am Computer begannen die ersten Berechnungen vor über einem Jahr. Sämtliche Abstände des Kastens und der einzelnen Flaschen mussten millimetergenau berechnet werden. Die Konstruktionsarbeit hat Sebastian Braun bei dem Sontraer Werkzeughersteller Frimo erledigt. Dort hat er seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolviert. Nach Dienstschluss hat er in seiner Freizeit an dem Mega-Öffner gefräst und gefeilt.

Nach zwei weiteren Monaten war der Flaschenöffner fertig. Jetzt stellte sich das größte Problem: Wann findet die Generalprobe statt? „Es mussten ja genug Leute dabei sein, damit die 24 Bier nicht abstehen“, sagt Sebastian Braun ganz selbstverständlich. Nach einem Fußballspiel war die beste Gelegenheit. Nach dem Duschen versammelte sich eine Gruppe durstiger Jungs um den Kasten. Unter großem Gejohle präsentierte Sebastian Braun seine Erfindung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Seine Freunde vom Fußballverein waren begeistert.

Das war im vergangenen Frühjahr. Aus Spaß stellte er das Video dazu im Sommer auf die Internet-Video-Plattform Youtube. Die Resonanz dazu war zunächst verhalten. Erst als die Eschweger Klosterbrauerei, deren Bierflaschen er öffnet, auf ihn zukam, begann der Siegeszug um die gesamte Welt. Die Brauerei veröffentlichte das Video vor rund zwei Monaten auf ihrer Facebook-Seite.

„Wir finden es super, was Sebastian in seiner Freizeit konstruiert hat“, sagt Günter Pippert, Facebook-Beauftragter der Klosterbrauerei. Viele der knapp 4200 AKE-Fans teilten das Video auf ihren eigenen Profilen. Ein Schneeballeffekt, wie er für Facebook durchaus üblich ist, entwickelte sich. Mit Stand von gestern hatten in zwei Youtube-Videos über 1 247 000 Menschen auf der ganzen Welt die Aktion aus dem Südringgau gesehen.

Auf die vielen Anfragen ist Sebastian Braun bisher nicht eingegangen. „Der Öffner ist ein Unikat“, sagt er. Eine Serienproduktion ist nicht vorgesehen. Dafür ist ihm Gesprächsstoff auf jeder Party sicher.

Von Tobias Stück

Das Video finden sie hier:

Bierkasten-Flaschenöffner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare