Geld zum Hochwasserschutz wurde beantragt

Kleiner Staudamm für Willershausen

Willershausen. Vier Mal mussten die Einwohner in Willershausen in den vergangen vierzig Jahren mit Hochwasser kämpfen. Dabei entstanden teilweise erhebliche Schäden. Nun will die Gemeinde Herleshausen ein Hochwasserrückhaltebecken bauen. Dafür hat sie Fördergelder beim Land beantragt.

Auf einer Länge von 70 bis 75 Metern soll ein Staudamm über den Willerbach gebaut werden, sagt Bürgermeister Burkhard Scheld. „Das Wasser wird dann auf Wiesen gespült“. Genutzt wird dafür eine Fläche zwischen Willershausen und Archfeld. Der Damm wird am Fuß 35 Meter breit sein, in der Spitze drei Meter. Aussehen wird er wie ein Deich. Ist er einmal fertig können 14 000 Kubikmeter Wasser gestaut werden.

Wie teuer der Bau insgesamt wird, ist noch nicht klar. Bisher hat die Gemeinde bereits 82 000 Euro ausgegeben, unter anderem um die nötige Fläche zu kaufen. Gearbeitet wird an dem Projekt schon seit 2004.

„Solche Maßnahmen setzt man nicht um, wenn man nicht die Maximalförderung bekommt, gerade als Schutzschirmkommune“, kommentiert Scheld die nun beantragten Fördergelder. Zudem müssen das Geld zügig abrufbar sein, denn sonst können die Schutzschirmbedingungen nicht erfüllt werden.

„Wir müssen noch Streuobstwiesen anlegen.“ Die müssen allerdings woanders liegen, um Ersatz für durch den Damm verlorengegangene Wiesen zu schaffen. Die Naturschutzauflagen erhielt die Gemeinde vom Regierungspräsidium.

„Mancher kleiner Bach wird zum reißenden Fluss“, begründet Scheld die Notwendigkeit der Staumauer. Der Schaden könne in die Tausende gehen. Denn für Schäden ist die Gemeinde verantwortlich. „Frau Puttrich kann gerne noch vor den Wahlen mit einem Scheck nach Willershausen kommen“, sagt der Bürgermeister. Denn mit dem Bau soll, wenn alle klappt, im Oktober begonnen werden. Ende 2014 soll der Schutzwall dann stehen.

Von Lara Sasse

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