Exponat bereichert Sammlung

Kolorierte Radierung des Pferdemalers Johann Georg Pforr im Gestütsmuseum Altefeld zu bewundern

+
Neuzugang: Die kolorierte Radierung Johann Georg Pforrs bereichert nun die Sammlung des Gestütsmuseums Altefeld. Der Künstler stammt aus dem Nachbarort Ulfen. 

Altefeld. Das Museum des Hauptgestüts Altefeld ist um ein Exponat reicher: Die Sammlung wird nun durch eine kolorierte Radierung aus dem Jahr 1780 ergänzt.

Das Werk stammt von dem bekannten und angesehenen PferdemalerJohann Georg Pforr aus dem Sontraer Stadtteil Ulfen.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, den Künstlern, die aus unserer Region stammen, eine Plattform zu geben“, sagt Manfred Graf, Besitzer des Hauptgestüts Altefeld. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Doris Graf hat er das Museum über Jahre hinweg durchdacht aufgebaut, die Sammlung nach und nach ergänzt und so zu einer eindrucksvollen Dokumentation des nordhessischen Gestütswesens entwickelt.

Johann Georg Pforr (1745 bis 1798), Schöpfer des jüngsten Exponats auf Altefeld, war ein hessischer Maler der Goethezeit. Aufgrund seiner Spezialisierung auf die Kunst der Pferdemalerei war er unter Zeitgenossen als „der deutsche Wouwerman“ bekannt. Der Beiname ist eine Anspielung auf den niederländischen Künstler Philips Wouwerman (1619 bis 1668). Im Vergleich zu der Kunst seines Vorgängers aber dokumentieren die Gemälde Pforrs eine Veränderung in der Pferdezucht: Die gedrungenen, oft scheckigen Pferde der Barockzeit – geeignet etwa für Sprünge und Wendungen der an den Anforderungen des Militärs orientierten Hohen Schule – sind den Pferden des sogenannten Campagne-Reitens für die Jagd und die Reise gewichen.

• Die Werke Johann Georg Pforrs aus Ulfen sind, neben dem Gestütsmuseum Altefeld, imStädel in Frankfurt, in der Neuen Galerie in Kassel sowie im Schloss Fasanerie bei Fulda zu bewundern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare