Sonntag, 5. April, bis Freitag, 17. April

Die Freude ist ihr schönster Lohn: Manuela Hornig und Manfred Müller arbeiten am Herleshäuser Hasenpfad

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Feiner Strich: Manuela Hornig beim Bemalen der neuen Figuren. Diese werden noch mit Lack überzogen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Manuela Hornig und Manfred Müller arbeiten am Herleshäuser Hasenpfad. Rund um Ostern kann das Ergebnis begutachtet werden. 

Der schönste Lohn für Manuela Hornig und Manfred Müller ist ein Kinderlachen. Staunende Augen, welche die liebevoll gestalteten Hasenfiguren betrachten; die kleine Freude einer unverhofften Pause, die Erwachsene in der Eile des Alltags auf dem Weg durch Herleshausen einlegen, oder die wiedergewonnene Lust am Sonntagsspaziergang der ganzen Familie.

Für diese kostbaren Momente arbeiten die beiden befreundeten Herleshäuser mit Unterstützung von Michael Müller und Uwe Hornig monatelang. Als Initiatoren des Herleshäuser Hasenpfads haben sie in den vergangenen sechs Jahren ein Erlebnis geschaffen, das in den Wochen rund um das Osterfest nicht mehr aus dem Ortsbild wegzudenken ist.

Inspirationen überall

An der Dekupiersäge: Manfred Müller führt die filigranen Sägearbeiten aus. 

Jahr für Jahr ist der Herleshäuser Hasenpfad seitdem gewachsen – in der Anzahl der Figuren, aber auch in der Ausgereiftheit der handwerklichen Fertigkeiten und fantasievollen Ideen. „Inspirationen für unsere Arbeit finden wir überall“, sagt Manuela Hornig mit einem Lächeln. In reich bebilderten Kinderbüchern etwa, oder in unverhofften Fundstücken beim Gang über den Trödelmarkt. An die 200 Figuren – Hasen, Maulwürfe, Eier – sind so mittlerweile entstanden, und es werden jedesmal mehr.

„In diesem Jahr gibt es wieder viele Neuerungen“, verspricht Manfred Müller – zu viel verraten möchte er natürlich nicht; aber die Figuren passen hervorragend etwa zur Herleshäuser Eisenbahngeschichte und dem Deutschen Roten Kreuz.

Mit den Planungen begonnen hat das kreative Duo schon kurz nach dem Weihnachtsfest. Motive müssen ausgewählt, Vorlagen erstellt und das Material besorgt werden. „Ausreichend stabil und mit einer ausreichenden Dicke ausgestattet“ müsse Letztgenanntes sein, sagt Manfred Müller – schließlich soll das Holz auch Regen, Wind und sogar Schnee überstehen.

Filigrane Arbeiten

Die filigranen Sägearbeiten übernimmt der Schreiner selbst; an der Dekupersäge in der heimischen Werkstatt. Bis zu zwei Stunden könne es dauern, bis aus einer Sperrholzplatte langsam eine der niedlichen Figuren wird. Sind die Kanten sorgfältig abgeschliffen, folgt die mehrfache Grundierung mit wetterfester Farbe. Nach dem Trocknen greift Manuela Hornig ein – die Farbgestaltung, der saubere Pinselstrich, die scharfen Konturen sind ihr Metier.

„Würde uns die Arbeit nicht selbst so eine riesige Freude machen, wäre es kaum zu schaffen“, sagt die Herleshäuserin, die vor oder nach Feierabend und an den Wochenenden am Hasenpfad arbeitet.

Umso mehr freuen sich die beiden über Hilfe – die von Karl Meister beispielsweise, der die vielen Figuren unterstellt, oder die der Herleshäuser, die den Figuren rund um Ostern abends ein Dach über dem Kopf geben.

Freude über Besucher

 Der Hasenpfad Herleshausen ist von Sonntag, 5. April, bis Freitag, 17. April, in ganz Herleshausen aufgestellt. „Wir freuen uns über jeden einzelnen Besucher“, sagt Manuela Hornig glücklich.

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