Schon in der Jugend Verantwortung übernommen

Mit Herleshausen tief verwurzelt: Ein Porträt über Mario Mißler

Ein Feuerwehrmann in Zivilkleidung: Mario Mißler aus Herleshausen ist nicht nur als Aktiver, sondern auch organisatorisch ein Vorbild.
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Ein Feuerwehrmann in Zivilkleidung: Mario Mißler aus Herleshausen ist nicht nur als Aktiver, sondern auch organisatorisch ein Vorbild.

Auch wenn die folgende Aussage drei Euro ins Phrasenschwein kostet: Mario Mißler ist aber nun mal ein Feuerwehrmann vom Scheitel bis zur Sohle. Ein Porträt über den Herleshäuser.

Herleshausen - Aber auch als „Anführer“ des Jugendclubs, dessen Unterkunft den Namen „Second Home“ trägt, scheute er die Verantwortung nicht. Als Fußballer der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund gehört er zu den Dauerbrennern, genau wie im Kreis der Kirmesgesellschaft. So lässt sich bereits eine Zwischenbilanz erkennen: Der 33 Jahre alte Mario Mißler ist ganz tief in der Gemeinde Herleshausen verwurzelt.

Fußball und Feuerwehr

„Begonnen hat alles mit dem Fußball, die Trainer Burkhard Gonnermann und Rainer Rimbach brachten mir das Abc dieser Sportart bei, dazu kam das tägliche Kicken mit meinem Freund Steffen Fehr im Garten“, sagt Mario Mißler. Damit spannt er im WR-Gespräch postwendend den Bogen zum Engagement in der Jugendfeuerwehr, das parallel mit den Betreuerinnen Angelika Kühn und Petra Hohmann auf seiner persönlichen Wunschliste stand.

Die Feuerwehrfamilie

„Die vielen aktiven Feuerwehrleute meiner Verwandtschaft aus Archfeld, Ulfen, Wommen und Netra haben mich permanent motiviert und so war schon die Karriere im Brandschutzbereich geebnet“, erklärt der Feuerwehrmann.

Es ist für Mario Mißler ein Bedürfnis, an dieser Stelle auf eine familiäre Besonderheit einzugehen: „Wir könnten noch heute eine eigene Feuerwehr-Familien-Gruppe mit mindestens neun Einsatzkräften stellen. Und auch meine vier zehn- bis vierzehnjährigen Neffen sind alle in der Jugendfeuerwehr, was mich natürlich sehr stolz macht.“

Die Einsatzabteilung

Den Wechsel in die Aktivengruppe hat er 2004 vollzogen und 2008 mit 21 bereits das Amt des stellvertretenden Wehrführers für vier Jahre übernommen, ehe er 2012 zum Wehrführer berufen wurde. „Gemeinsam mit meinem Freund und Stellvertreter André Popp habe ich fünf Jahre die 35-köpfige Einsatzabteilung geleitet, musste aber 2017 wegen meiner beruflichen Tätigkeit als Feuerwehrbeamter im Brand- und Katastrophenschutz beim Regierungspräsidium in Kassel den Posten abgeben.

Ich bin aber dem Vereinsvorstand als Pressesprecher erhalten geblieben.“ So blickt Mario Mißler in kurzen Worten auf seine überregionale Verpflichtung im Vorstand des Verbandes Kurhessen-Waldeck, „wo ich die Interessen der nord- und osthessischen Feuerwehren vertrete“.

Treue zum Fußball

Dem Fußball ist er auch nach der Jugendzeit treu geblieben, obwohl ihn im Seniorenbereich schwere Verletzungen wie Schlüsselbein-, Mittelfuß- und Knöchelbrüche zurückwarfen: „Der Spaß am Ball und die Freude an der sportlichen Betätigung sind Gründe, die mich, obwohl ich 2018 mit meiner Lebensgefährtin nach Dörnhagen gezogen bin, immer noch Woche für Woche zur dritten Mannschaft der SG ziehen.

Apropos Dörnhagen: Auch dort engagiere ich mich in der Feuerwehr“, gibt Mario Mißler zu verstehen, dass er auch mit Begeisterung Volleyball in der Betriebsmannschaft spielt.

Der Jugendtrainer

Noch einmal schwenkt er in die Vergangenheit, in der er von 2007 bis 2010 mit Lothar Weishaar und Stefan Führer die C- beziehungsweise B-Jugend von Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund trainierte. „Das war mega. Und wenn ich sehe, dass von den damaligen Jahrgängen heute Spieler wie Marcel Weishaar, Patrick Eichenberg, Julian Baum, Tobias Langheld, Sebastian Braun, Andreas Behrend und Tobias Materne noch immer feste Größen in der SG sind, dann haben wir, so denke ich, nichts falsch gemacht. Trotzdem habe ich meinen persönlichen Schwerpunkt auf die Feuerwehr gelegt.“

Das Jugendzentrum

„Die Chronologie meines Werdegangs führt mich auch zu unserem Verein im Jugendzentrum, den ich von 2004 bis 2010 als Vorsitzender geführt habe. Eine Zeit, die einer Lebensschulung gleichkam und meine Entwicklung, gerade in Sachen Ehrenamt, entscheidend geprägt hat“, erklärt der multifunktionelle Tausendsassa.

In seine Vorstandszeit fiel der Neubau vom Second Home, „den wir, motiviert von unserem Ziehvater und Baukoordinator Stephan Adam, komplett in Eigenleistung bewerkstelligt haben“. Mario Mißler zeigt sich angetan, dass noch heute auch viele ältere Mitglieder zueinanderstehen.

Die Kirmesgesellschaft

2003, er war erst 16 Jahre alt, hat sich der spätere Verwaltungsbetriebswirt der vielköpfigen Kirmesgesellschaft von Herleshausen angeschlossen. Bis heute hat er zweimal als Kirmesbursche wie auch zweimal als sogenannte „Pritsche“ das dörfliche Fest von der Spitze aus organisiert. (Von Harald Triller)

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