In Nesselröden brüten die Vögel erstmals seit zehn Jahren

Ein Nest für die Störche

Tatkräftige Unterstützung: Anwohner und Firmen halfen in Nesselröden beim Nestbau. Foto: privat

Nesselröden. Frohe Kunde in Nesselröden: Der erste Storch sitzt auf dem Nest. Seit Donnerstagmorgen bringt ein männlicher Jungstorch Zweige zum Nest und verschönert den Kunstbau in der Hoffnung, dass ein Weibchen folgen wird.

Überrascht hatte Stefan Rimbach Anfang Mai in die Pappeln hinter seiner Autowerkstatt in Nesselröden geschaut. Dort klapperten aus einer geköpften Pappel zwei Weißstörche. Auch wenn diese Vögel schon im Vorjahr auf den Dorfwiesen nach Nahrung suchten, war es erstaunlich, dass sie in diesem Frühjahr hier ein Nest bauen wollten. Aber es blieb bei zaghaften Versuchen - die Störche schienen wieder aufgeben zu wollen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Schnell fand sich ein motiviertes Team aus Firmen und Anwohnern, die dem Storch den Brutversuch erleichtern wollten.

Rolf Eisenberg, Inhaber von Holzbau Eisenberg aus Nesselröden sorgte für eine Nistunterlage, die auf Gut Hohenhaus zu einem Nest mit Zweigen, Spänen und Heu erweitert wurde. Aus Eisenach kam spontan Hilfe von der Firma Lindig Fördertechnik die mit ihren Arbeitsbühnen in der Lage ist, das 20 Kilogramm schwere Nest 15 Meter hoch in die Pappel zu bringen. Heiko Bätzold aus Nesselröden und Mitarbeiter bei Lindig fand sofort offene Ohren bei der Geschäftsleitung für diese Aktion, die Knut Kreutzberger vor Ort umsetzte.

Das fachgerechte Anbringen des Kunstnestes in luftiger Höhe übernahmen Uwe Roggenbuck von der Firma Eisenberg und der Nesselröder Naturfan Mario Schmidt. Nach zwei Stunden war das Nest angebracht. (kme)

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