Neustart für das Herz

Jagdgenossenschaft spendet Defibrillator

Das lebensrettende Gerät ist übergeben: (vorn, von links) Jutta Schneider vom Vorstand der VR-Bank Eisenach und Karl Baum, Vorsitzender der Jagdgenossen Herleshausen, besiegelten ihre Partnerschaft. (Hinten, von links) Wilfried Brack von den Jagdgenossen, Wilfried Koch von der VR-Bank, Erhard Baum (Jagdgenossen), Bernd Hildmann (DLRG), Bernd Carl (VR-Bank) und Friedhelm Göpel (Jagdgenossen) zeigten sich begeistert. Foto: Spanel

Herleshausen. Bernd Hildmann ist bei Nummer 105 angekommen. Der Ausbilder und Technische Leiter des DLRG-Bezirks Werra-Meißner hat sich vorgenommen, die Region flächendeckend mit Defibrillatoren auszustatten.

„Herleshausen, bislang ein schwarzer Fleck auf unserer Karte, gehört ab sofort auch dazu“, sagt Hildmann.

Der Standort

In der Filiale der Volks- und Raiffeisenbank Herleshausen, Am Anger 3, hängt nun ein automatisierter, externer Defibrillator (AED). Angebracht ist das lebensrettende Gerät an der Wand direkt neben dem Geldautomaten. Geschützt wird es durch eine Haube aus Plexiglas. „Der Standort ist ideal gewählt“, sagt Hildmann. Die Filiale liege nicht nur zentral im Ort, sondern sei auch zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos zugänglich.

Die Spende

Gestiftet hat den Defibrillator die Jagdgenossenschaft Herleshausen. „Der Beschluss fiel einstimmig“, sagt der Vorsitzende Karl Baum, „und dass zu einer Zeit, als es in Herleshausen noch kein solches Gerät gab.“ Mittlerweile hänge ein weiterer, werbefinanzierter Defibrillator in der Mehrzweckhalle. „Das Gerät in der VR-Bank ist allen Herleshäusern frei zugänglich“, ergänzt Friedhelm Göpel von den Jagdgenossen. „Die VR-Bank hat sich als unser Partner bereiterklärt, sämtliche Folgekosten, die etwa für die Wartung anfallen, zu übernehmen.“

Die Einweisung

„Bei der Bedienung kann nichts falschmachen“, mahnte Hildmann, der am Mittwochabend auch Informationen zu Anwendung und Funktionsweise des Defibrillators gab. Wichtig sei, im Notfall schnell reagieren zu können. „Dem Gerät liegt eine Anleitung bei“, so Hildmann.

4 Schritte, die im Notfall das Leben des Patienten retten können

Der Defibrillator kann nur in Verbindung mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Elektroschocks Störungen der Herzrhythmik beheben. Die vier Schritte, die Leben retten können:

1. Der Defibrillator muss eingeschaltet sein. Dann klebt der Ersthelfer Elektroden an den entblößten Oberkörper des Patienten.

2. Die Software des Gerätes analysiert selbstständig den Herzrhythmus. Es entscheidet, ob ein Elektroschock gegeben werden muss.

3. Schock auslösen: Das Gerät erläutert dem Ersthelfer alle weiteren Schritte. Wird die Schock-Taste betätigt, sollte niemand Körperkontakt zum Patienten haben.

4. Bis der Rettungsdienst eintrifft, die Herz-Lungen-Wiederbelebung fortführen. Dazu im Wechsel: 30 mal Herzdruckmassage und zweimal Beatmung.

Von Emily Spanel

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