A4 in Fahrtrichtung Dresden

Sieben Jahre nach dem Spatenstich: Raststätte Werratal-Süd eröffnet

Schneller Laden: von links Lars Böckmann (Bürgermeister Herleshausen), Manfred Kraus (Gemeindevertretung Herleshausen), Andreas Rehm (Tank & Rast), Timo Sillober (EnBW), Martin Weber (Hessisches Ministerium), Steffen Bilger (Staatssekretär Bundesministerium), Anette Wetterau (Erste Beigeordnete, Herleshausen) und Karl-Heinz Schäfer (Werra-Meißner-Kreis).
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Schneller Laden: von links Lars Böckmann (Bürgermeister Herleshausen), Manfred Kraus (Gemeindevertretung Herleshausen), Andreas Rehm (Tank & Rast), Timo Sillober (EnBW), Martin Weber (Hessisches Ministerium), Steffen Bilger (Staatssekretär Bundesministerium), Anette Wetterau (Erste Beigeordnete, Herleshausen) und Karl-Heinz Schäfer (Werra-Meißner-Kreis).

Sieben Jahre nach dem ersten Spatenstich ist jetzt die Tank- und Rastanlage Werratal-Süd an der A4 bei Herleshausen in Betrieb gegangen.  In Fahrtrichtung Dresden sind jetzt Raststätte, Shop und Tankstelle entstanden.

Herleshausen – Nachdem der erste symbolische Spatenstich für die Raststätte bereits im September 2013 durch den damaligen hessischen Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch erfolgte, ist der Bau nun sieben Jahre später abgeschlossen. Die Tank- und Rastanlage Werratal-Süd an der Autobahn 4 bei Herleshausen, Fahrtrichtung Dresden, wurde kürzlich in Betrieb genommen. Am Montagnachmittag folgte dann die feierliche Eröffnung der Schnellladesäulen für Elektroautos.

Die Gäste haben außerdem die Auswahl zwischen einer Kaffeebar, einem Schnellrestaurant und einem Gastronomieangebot. Für Familien mit Kindern gibt es einen großen Spielplatz. Hocherfreut über den neuen Betrieb zeigte sich Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann. „Nach zwischenzeitlichem Bangen sind wir zufrieden mit dem Ergebnis.“ Ebenso wie die Herleshäuserin und Erste Beigeordnete des Gemeindevorstandes, Anette Wetterau: „Wir haben eine moderne Tankanlage, bei der auch an Familien mit Kindern gedacht wurde.“ Immer wieder war die Fertigstellung verschoben worden. 

Beschäftigt in der Tankstelle seien Personen aus der Region, sagt Peter Markus Löw aus der Geschäftsführung der Tank & Rast Gruppe. Aktuell – auch aufgrund von Corona – habe man erst 30 Mitarbeiter. Doch weiteres Personal werde gesucht. Am Ende könnten es 50 werden.

Die Einweihung übernahmen am Montag Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und Martin Weber vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Das Besondere an der Rast- und Tankstelle sind neben dem großen Parkplatz für Lkw und dem breiten Angebot an Bewegungsmöglichkeiten – Spielplatz im Außen- und Fitnessraum im Innenbereich – die Schnellladesäulen.

Es gibt drei Ladesäulen an der neuen Tank- und Rastanlage mit einer Ladeleistung von 300 sowie einer mit 150 Kilowatt. Bei 300 Kilowatt dauere die Ladezeit fünf Minuten und reiche für bis zu 100 Kilometer, erklären die Betreiber Energie Baden-Württemberg (EnBW) und Autobahn Tank & Rast. Auch sonst habe man auf Nachhaltigkeit gesetzt: etwa mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

„Die Elektroladestationen in Werratal-Süd zeigen deutlich, dass die Elektromobilität zunehmend den Stellenwert der klassischen Antriebsarten erreicht“, sagte etwa Bilger. Das sei zudem speziell für diejenigen ein wichtiges Signal, die auf Elektromobilität umsteigen wollen. In Hessen sei es die erste Tankstelle, die neben Zapfsäulen für klassische Kraftstoffe auch Schnellladestationen für Elektroautos anbiete, sagt Weber. Dabei soll es aber nicht bleiben, sind sich Löw und EnBW-Vertriebschef Timo Sillober einig. Sie streben eine flächendeckende Ladeinfrastruktur an, sodass Elektromobilität langstreckentauglich werde.

Tank & Rast habe in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitaler Infrastruktur bereits 360 Standorte mit 790 Ladestationen ausgestattet. Die Leistungskapazitäten betragen zwischen 50 und 350 Kilowatt.

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