Reservistenkameradschaft pflegt russischen Soldatenfriedhof Herleshausen

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Reservistenkameradschaft pflegt russischen Soldatenfriedhof Herleshausen

Herleshausen. „Vor etwas mehr als fünf Jahren kam unsere Reservistenkameradschaft (RK) Südringgau zu dem Entschluss, uns mehr in der Gemeinde Herleshausen einzubringen und diese bei der Pflege des russischen Soldatenfriedhofes zu unterstützen“, erzählt der Vorsitzende Rainer Rimbach.

„Wir möchten etwas zum Erhalt des Friedens und der Versöhnung beitragen. Zu Arbeits- und Pflegeeinsätzen sind wir vier- bis sechsmal im Jahr auf dem Friedhof.“ So trafen sich auch am Samstag wieder 14 Kameraden um sieben Uhr an der Gedenkstätte.

Unterstützt wurden sie bei den Reinigungsarbeiten diesmal von den Freiwilligen Feuerwehren Herleshausen, Wommen und Markershausen, die mit 15 Mann dabei waren. Der Werratalverein putzte auch mit seinem Vorsitzenden Helmut Schmidt, Martin Knorr und Helmut Deist mit.

Sogar Bürgermeister Burkhard Scheld war in sportlicher kurzer Hose zum Arbeitseinsatz „angetreten“. „Eigentlich habe ich noch Urlaub, aber bei dieser Aktion kann ich mich schon mal wieder an den Arbeitsalltag gewöhnen“, lächelte er und riss Unkraut aus. Zur Mittagspause wurden alle mit Bratwurst vom Grill versorgt. Doris Rudolph, Ehefrau vom „Spieß“, Thomas Dach und Achim Meissner legten auch Brätel auf. Helmut Schmidt hatte nicht nur echten russischen Wodka mitgebracht: „Wir haben die Infotafel der hessischen Unesco-Schulen am Denkmal erneuert und auch ins Russische übersetzen lassen.“ „Sa sdorowje Towarischtsch“, auf die russisch-deutsche Freundschaft.

Die Reservisten unterstützen den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) bei Gedenkveranstaltungen und Sammlungen. Rainer Rimbach: „Im Mai 2011 hat unsere Reservistenkameradschaft erstmals auf dem Friedhof an einer Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung teilgenommen. Zwei Jahre später wurde uns dann die Patenschaft von der Gemeinde Herleshausen für den Soldatenfriedhof übertragen.“ Bei der anschließenden Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof legten die Kameraden Kränze verschiedener Institutionen (Botschaft der Russischen Föderation, VDK, Gemeinde Herleshausen) nieder.

„Mit Übernahme der Patenschaft setzen wir auch ein Zeichen gegen das Vergessen, ganz nach dem Leitwort des VDK: Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“, erklärt Rimbach die Absichten der Reservistenkameradschaft Südringgau. „Die Zeugnisse der Vergangenheit wirken in die Zukunft.“ So waren die Kameraden natürlich auch am 8. Mai diesen Jahres, zum 70. Jahrestag des Kriegsendes, bei der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof und leisteten Arbeit für den Frieden.

Von Ludger Konopka

Reservistenkameradschaft pflegt russischen Soldatenfriedhof Herleshausen

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