Mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnete Alexis Prinz von Hessen seinen Urnenwald

Ruheforst offiziell geweiht

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So sieht ein Grab aus: Alexis Prinz von Hessen (rechts) zeigt einer kleinen Gruppe von Gästen, darunter Bürgermeister Burkhard Scheld, ein Mustergrab. Es liegt zweieinhalb Meter vom Baumstamm entfernt und wird nach der Beisetzung mit Reisig zugedeckt.

Herleshausen. Mit einem besonderen Gottesdienst haben gestern Prinz Alexis von Hessen und seine Gäste den Urnenwald „Ruheforst Werraland“ auf dem Iberg bei Markershausen offiziell eingeweiht. Herleshausens Pfarrer Martin Vogel von Frommannshausen-Schubart segnete den Friedhof. Die erste Bestattung hatte schon im März dieses Jahres statt gefunden.

Der Ruheforst in Herleshausen ist der siebte in Hessen und der 52. in ganz Deutschland. „In einer Zeit, in der Familien kleiner werden und weit verstreut leben, in der Feuerbestattungen mehr und Familiengräber weniger werden, bieten wir den Menschen eine Alternative“, sagt Jost Arnold, Geschäftsführer der Erbacher Firma Ruheforst, vor dem Gottesdienst. Leben und Tod seien auf diesen Fleckchen Erde eng verbunden.

Für den Forstunternehmer Alexis Hessen war es ein ganz neuer Bereich, in den er sich mit dem Urnenwald einarbeiten musste. Er führt Menschen, die für einen Angehörigen, einen Freund oder auch für sich selbst ein Grab suchen, über das Gelände, klärt mit ihnen die Formalitäten und ist bei den Bestattungen dabei. „Ich hatte große Angst davor, mich so oft mit dem Tod beschäftigen zu müssen“, erinnert er sich. Doch heute schwärmt er von den vielen Gesprächen, die entstanden sind, und die ihm immer wieder Kraft geben.

Träger des Waldfriedhofs ist die Gemeinde Herleshausen. Bürgermeister Burkhard Scheld bezeichnete ihn als ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde und betonte, dass keine Konkurrenz zu den gemeindeeigenen Friedhöfen bestehe.

Nächste Führung: Freitag, 14. Dezember, 14 Uhr.

Von Stefanie Bettinger

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