Gemeindevertreter beschließen höhere Eintrittspreise

Schwimmbadbesuch in Herleshausen wird deutlich teurer

+

Herleshausen. Die Eintrittspreise für das Hallenbad in Herleshausen werden ab dem 1. Januar 2015 um 20 Prozent erhöht. Das haben die Gemeindevertreter in der Parlamentssitzung am Dienstagabend in Herleshausen beschlossen.

Durch die steigenden Energiepreise und die Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst mussten die Preise, die bereits im April 2013 das letzte Mal erhöht wurden, erneut angehoben werden. Eine Einzelkarte für Schwimmer ab 18 Jahren kostet ab Januar nächsten Jahres 4,20 Euro statt 3,50 Euro. Für unter 18-Jährige kostet der Eintritt dann 3 Euro statt 2,50 Euro. Einen erheblichen Preisanstieg wird es bei den Jahreskarten für Schwimmer ab 18 Jahren geben. Eine Jahreskarte kostet dann 158 Euro statt 132 Euro. Trotz der Gebührenerhöhung, die auch aufgrund der Einhaltung des Schutzschirm-Vertrages nötig war, hofft der Gemeindevorstand, dass die Herleshäuser und die Menschen aus der Umgebung dem Hallenbad treu bleiben.

Um den Schulden-Abbau-pfad des Schutzschirm-Vertrages einzuhalten, müssen in den nächsten Wochen einschneidende Entscheidungen getroffen werden. Auslöser für die aktuellen Bemühungen war, dass die eingeplanten Pachteinnahmen aus dem Windpark Archfeld/Willershausen in Höhe von 50 000 Euro wegfallen. Diese müssen jährlich ab 2016 kompensiert werden. Laut Bürgermeister Burkhard Scheld weist der vertraglich fixierte Abbaupfad nach fast zwei Jahren „erhebliche Probleme“ auf. Für 2015 müssen weitere 21 800 Euro Defizit abgebaut werden. Der Gemeindevorstand hat der Gemeindevertretung empfohlen, die Grundsteuer A und B spätestens zum 1. Januar 2016 auf 650 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend zum 9. September eine überfraktionelle gemeinsame Sitzung einberufen, um über Möglichkeiten zur Reduzierung der Defizite ausführlich sprechen zu können.

Bis zum 7. November müssen sich die Kommunen im Werra-Meißner-Kreis entscheiden, ob sie sich am Erwerb von Anteilen an der EAM beteiligen möchte. Auch die Gemeinde Herleshausen möchte einen Anteil erwerben, der höchstwahrscheinlich 0,183 Prozent betragen wird. Die Dividende würde dann aber erst in 27 Jahren ausgeschüttet werden. Trotzdem sei dies ein positives Geschäft, sagte Bürgemeister Scheld am Donnerstagabend.

Von Franziska Kiele

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare