Ringgau-SPD stellt Klaus Fissmann erneut als Kandidat fürs Bürgermeisteramt auf

Sechs Jahre sind nicht genug

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Mit Schwung erneut ins Amt? Gerne würde Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissm: Salewski ann im April wiedergewählt werden.

Netra. Am Sonntag, 22. April 2013, steht im Ringgau die Bürgermeisterwahl an. Ein Kandidat steht schon fest: Die SPD-Delegierten haben den amtierenden Gemeindechef Klaus Fissmann einstimmig erneut zur Wahl aufgestellt. Die Anmeldefrist für weitere Kandidaten endet Mitte Februar.

Fissmann war vor sechs Jahren mit 53,8 Prozent zum Bürgermeister gewählt worden. Damals hatten rund Dreiviertel der gut 2000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Der 53-jährige gebürtige Datteröder freut sich über seine erneute Aufstellung zur Wahl: „Ich bin nicht für nur eine Amtsperiode angetreten“, sagt er. In sechs Jahren könne man nicht alles umsetzen, was notwendig ist.

Bevor er zum ersten Mann in der Gemeinde gewählt wurde, war er Hauptamtsleiter in der Ringgauer Verwaltung. „Das war überhaupt nicht zu vergleichen mit der Verantwortung, die ein Bürgermeister trägt“, so Fissmann. Noch dazu in Zeiten knapper Kassen und umfangreicher Streichungen im Leistungspaket.

Positive Bilanz

Trotzdem zieht der Verwaltungsfachwirt eine positive Bilanz unter seine Amtszeit. Die Verwaltung und den Bauhof hat er umstrukturiert und damit die Kosten gesenkt. Im Bürgermeisteramt wurden die verschiedenen Fachbereiche zu einem Bürgerbüro zusammengefasst. Die Versorgung der Gemeinde insgesamt hat Klaus Fissmann auf Vordermann gebracht: Straßen wurden saniert, Wasser- und Abwasserkanäle erneuert. Mit dem Marktwert in Datterode und dem Bürgermobil hat er preisgekrönte Ideen in den Ringgau geholt. Besonders stolz ist Fissmann auf den touristischen Auftrieb in der Gemeinde: Der P13 und der Ars Natura sind zu beliebten Wanderwegen geworden.

Pläne für eine zweite Amtszeit hat er jede Menge, sollte er wiedergewählt werden. Eine Heimat für Senioren beispielsweise. Im Ringgau gibt es kein Pflegeheim. Fissmann stellt sich eine Art barrierefreier Wohnanlage vor, in der sowohl Senioren als auch psychisch Kranke unter ärztlicher Versorgung gemeinsam leben können. An der A 44 hängen alle seine Hoffnungen, dass auch junge Familien und pendelnde Arbeitnehmer in der Gemeinde wohnen bleiben. Den demografischen Wandel sieht der 53-Jährige auch als Chance.

Seine größte Herausforderung aber wird die finanzielle Lage sein. „Wir können es schaffen, den Haushalt zu konsolidieren, wenn wir weiter sorgfältig sparen, unsere Einnahmen erhöhen und alle zusammenhalten“, appelliert er an die Ringgauer. Das Ehrenamt spiele dabei eine sehr große Rolle. Gerne würde der Bürgermeister die Gemeinschaftshäuser an Vereine abgeben. „Es gibt eigentlich nichts Schöneres, als für den Ort zu arbeiten, an dem man zu Hause ist“, resümiert Fissmann.

Von Stefanie Bettinger

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