Gemeinsamkeit macht glücklich

Das Senioren- und Demenzcafé Elli in Herleshausen setzt auf Miteinander

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Gespielt wird gern und oft – am liebsten Vertellekes, wie (von links) Marga Gernand und Uta Ahlborn demonstrieren: Gefragt ist Wissen rund um die Vergangenheit, Musiktitel – und auch pantomimisches Geschick.

Herleshausen – Das Senioren- und Demenzcafé Elli setzt auf ein Miteinander auf Augenhöhe.

Fern ist das Angebot in den Räumlichkeiten des Herleshäuser Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth von bloßer Betreuung – im Gegenteil, hier wird einmal pro Woche gemeinsam gelacht, gespielt, musiziert und, wohl am wichtigsten, liebevoll kommuniziert. Völlig ohne Zeitdruck, ohne festes Programm, dafür mit viel Verständnis und ehrlichem Interesse für den jeweils anderen.

Im „Café Elli – Das gesellige Café für Demenzkranke und Senioren“, so der vollständige Name, werden alle Sinne der Teilnehmer angesprochen – durch Musik, Bewegung, Spiele und Bilder. „Für die Teilnehmer bedeutet das ein wenig Abwechslung in ihrem Alltag. Und ihre Familie, die pflegenden Angehörigen und/oder Betreuer bekommen einmal in der Woche eine kleine Auszeit“, sagt Birgit Lehmann mit einem Lächeln.

Musizieren gemeinsam: (von links) Birgit Lehmann mit Erich und Gisela Rimbach. Zur Gitarrenbegleitung wird jedes Treffen mit einem gemeinsamen Lied begonnen – Mitsingen ausdrücklich erwünscht.

Die Herleshäuserin ist Gründungsmitglied und Initiatorin des Cafés Elli und bis heute – gemeinsam mit Elfi Otto, Margrit Bierschenk und Rita Schulz – ehrenamtliche Betreuerin aus Leidenschaft. Die Leitung der wöchentlichen Treffen obliegt Ergotherapeut Andreas von Glahn; getragen wird das Angebot von der Alzheimer-Gesellschaft Werra-Meißner.

Das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung – „und mit Elli als Kurzform von Elisabeth ist es zugleich Namenspate unseres besonderen Cafés“, sagt Birgit Lehmann. Zu den wöchentlichen Treffen ist jeder, der möchte, gern gesehen – auch wer nicht mobil ist, kann sich von den Ehrenamtlichen Erhard Bierschenk und Thomas Lehmann abholen und auch wieder zurückfahren lassen. „Wir möchten die Senioren aus der Isolation herausholen beziehungsweise ihr vorbeugen“, sagt Andreas von Glahn.

Und das Konzept geht auf: „Der schönste Tag in der Woche“, sei der Mittwoch, sagt Marga Gernand, die den Weg aus Neuenhof (Eisenach) nach Herleshausen auf sich nimmt, euphorisch. Genau richtig sei das Café Elli für Senioren, die noch etwas erleben wollen. „Sogar gemeinsame Ausflüge werden gemacht“, ergänzt Gisela Rimbach.

Termin

Das gesellige Café für Demenzkranke und Senioren hat an jedem Mittwoch zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Herleshausen geöffnet.  Mit dem „geselligen Gedächtniscafé“ gibt es dienstags, 14.30 bis 17 Uhr, ein ähnliches Angebot im Brückentor in Eschwege.

Stammgruppe: (von links) Reinhilde Bersch, Birgit Lehmann, Andreas von Glahn, Marga Gernand, Elfi Otto, Margrit Bierschenk, Gisela Rimbach, Inge Herrmann sowie (vorn) Uta Ahlborn und Erich Rimbach.

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