Five Brassers verzaubern das Publikum beim Sommernachtskonzert auf Augustenau in Herleshausen

Stimmungsvoller Abend im Schlosspark

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Passend zu mexikanischer Musik mit Sombrero: Wolfgang Rodermund und die Five Brassers unterhalten das Publikum im Park von Schloss Augustenau in Herleshausen. Die Musiker sorgen für einen stimmungavollen Abend in der historischen Anlage. Das musikalische Repertoire ist breitgefächert und enthält für jeden Geschmack etwas.

Herleshausen. Um fünfzehn Uhr schüttete es gewaltig vom Himmel in Herleshausen. Um zwanzig Uhr riss der Himmel auf und die tiefstehende Abendsonne strahlte zwischen den Blutbuchen im Park von Schloss Augustenau hindurch. Die Regenschirme wurden nicht mehr gebraucht.

Prinz Alexis von Hessen bat unter dem Motto „We love to entertain you“ wieder zum Sommernachtskonzert, und rund 300 Musikfreunde aus Herleshausen und Thüringen kamen. Das Blechbläserquintett Five Brassers aus dem Werra-Meißner Kreis gastierte unter freiem Himmel. Nach einem Jahr Pause kam das Ensemble mit neuen, unterhaltsamen Musiktiteln.

Die Five Brassers sind Frank Konetzny (Trompete/Flügelhorn), Mathias Kelm (Trompete/Flügelhorn), Heiko Scherp (Horn) und Hans Georg Dilchert (Posaune/Euphonium). Peter Riediger war erkrankt und wurde an der F-Tuba von Wolfgang Rodermund vertreten. Riediger saß im Publikum und konnte sich von den bläserischen Qualitäten seines Vertreters überzeugen, als Mathias Kelm scherzte: „Manche sagen, Peter leide an Tubakolose.“ Überhaupt, Kelm führte humorvoll durch den Abend - manchmal zu Lasten einer bestimmten Berufsgruppe. Dafür bescheinigte er dem Herleshausener Publikum: „Weil ihr so viel klatscht, habt ihr einen großen Musiksachverstand.“ Gute Laune bei reinem Musikspaß war das.

Mit der Fanfare aus „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss und der Ouvertüre aus der Oper „Wilhelm Tell“ starteten die Musiker klassisch in den feuchtwarmen Sommerabend. Das bläserische Repertoire reichte von Klassik über Jazz bis Pop. Da war für jeden Geschmack etwas dabei. Ein Schlagerblock aus den 20er und 30er Jahren, auch mit Stücken der legendären Comedian Harmonists, war ein Höhepunkt für die Gehörgänge des Publikums. Andere Brass-Arrangements kannte man aus der Unterhaltungs- und Filmmusik, wie aus dem James-Bond-Film „Goldfinger“ mit Gert Fröbe als Bösewicht. Aber auch „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ von Heinz Rühmann und Zarah Leanders Frage aller Fragen: „Kann denn Liebe Sünde sein?“ waren zu hören.

Fotos

Five Brassers in Herleshausen

Jugendliche vom Second Home versorgten die Gäste mit Getränken. Mit dem Erlös bessern sie die Kasse ihres neuen Jugendhauses auf, das sie vor fünf Jahren in Eigeninitiative und mit Hilfe der Eltern bauten.

Als erste Zugabe an diesem romantischen Konzertabend sorgte die Ballade „You raise me up“ für einen stimmungsvollen Abschluss.

Von Ludger Konopka

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