Energieminister informiert sich über energetische Sanierungen in Herleshausen

Al-Wazir besucht Quartier

Bei der Klimaschutz-Infoveranstaltung in Herleshausen: Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth (Bündnis 90/Grüne, von links), Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld, Energieminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Grüne) und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann (Bündnis 90/Grüne). Foto: Konopka

Herleshausen. Energetische Sanierungen vorantreiben sowie Strategien entwickeln, um den Leerstand in Städten und Gemeinden zu bekämpfen: Seit einem halben Jahr läuft die einjährige Planungsphase des einzigartigen Modellvorhabens „Integrierte energetische Quartierssanierung“ in den Städten Witzenhausen, Eschwege, Großalmerode sowie in den Gemeinden Herleshausen, Ringgau und Meißner.

Über erste Ergebnisse der Projektierungsphase informierte sich gestern in Herleshausen der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Grüne), gemeinsam mit Dr. Rainer Wallmann (Bündnis 90/Grüne), dem Ersten Kreisbeigeordneten des Werra-Meißner-Kreises. Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld führte sie durch den Ortskern auch zum Schulhof.

Heimische Brennstoffe

„Bei der energetischen Quartierssanierung geht es darum, mehrere benachbarte Gebäude energetisch zu optimieren, wobei der Fokus auch auf zentrale Heizanlagen mit Nahwärmenetzen gelegt wird“, erklärte Wallmann. Dabei würde besonders viel Wert darauf gelegt, dass heimische Brennstoffe aus dem Projekt „Holzige Biomasse“ eingesetzt werde, fügt Wallmann, der auch Initiator des Projektes ist, an. Dabei gehe es aber um mehr als eine energetische Sanierungskonzeption. Auch Entwicklungsstrategien gegen Leerstände oder die Auswirkungen des demografischen Wandels fänden in dem Projekt Berücksichtigung. In den Kommunen soll es Workshops und Bürgerveranstaltungen geben.

Die Städte und Gemeinden erhalten umsetzungsreife Sanierungsplanungen für die ausgewählten Gebäude. Dabei handele es sich um Verwaltungsgebäude, Kindergärten, Kirchen und auch Privathäuser. „Bei der Umsetzung der Konzepte sollen möglichst heimische Handwerker beauftragt werden, um die regionale Wertschöpfung zu stärken“, sagte Rainer Wallmann.

Hohe Förderung

Das Projektvolumen beträgt 360 000 Euro, wobei die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) 65 Prozent und das hessische Wirtschaftsministerium weitere 30 Prozent fördern. Die verbleibenden fünf Prozent sind nichtmonetäre Eigenleistungen der beteiligten Kommunen.

• Interessierte Bürger können unter der Telefonnummer 0 56 51/74 49 70 mehr über das Projekt erfahren.

Von Ludger Konopka

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare