Gravierende Mängel: Die Unhäuser Orgel wird saniert

„Seine“ Orgel seit 40 Jahren: Organist Günter Bach erfreute die Festgesellschaft mit zwei Stücken auf dem Instrument.

Sie ist Schmuckstück und Klangdenkmal in einem – doch zeigen sich im Inneren der Unhäuser Kirchenorgel gravierende Mängel.

So ist die Windanlage undicht, die Geräuschdämmung im Motorkasten zerbröselt, und auch der Holzwurm hat großen Gefallen an dem Musikinstrument gefunden. Nun aber steht fest: Die Unhäuser Orgel wird für rund 20 000 Euro saniert.

„Zum Erntedankfest“, sagte Pfarrerin Katrin Klöpfel im Zuge einer Feierstunde am Donnerstag glücklich, „soll das Instrument die Gottesdienstbesucher wieder mit schönstem Klang erfreuen.“ Orgelbaumeister Markus Krawinkel aus Trendelburg wird sich ans Werk machen – und möglich gemacht haben das in erster Linie die Unhäuser selbst.

10.000 Euro für die Sanierung der Orgel

74 Spender haben sich auf einen Aufruf hin gemeldet – Menschen aus dem Ort, Ehemalige und solche, denen Unhausen am Herzen liegt. Mehr als 10 000 Euro – die Hälfte der benötigten Summe – sind so zusammengekommen. Weitere Mittel stammen aus dem Orgel-Förderprogramm des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Deren Geschäftsführer Matthias Haupt, Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege sowie der Orgelsachverständige Dr. Bernhard Buchstab überbrachten den Bescheid, der die Finanzierung von 20 Prozent der Gesamtkosten garantiert, am Donnerstag persönlich.

„Orgeln sind Zeugnisse unseres historischen Erbes“, sagte Dr. Markus Harzenetter. „Sie sind komplexe technische Meisterwerke, geprägt von hohem kunsthandwerklichen Können.“ Alle Ehrengäste lobten zugleich die Unhäuser Dorfgemeinschaft, die beispielhaft sei.

Dritte Finanzierungssäule ist die Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises Eschwege, in Unhausen vertreten durch Hedwig Siebert und Jan-Peter Schulze.

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