Vier Frauen aus Herleshausen

Verfahren wegen Familienstreit und Kirmesprügelei eingestellt

Eschwege. Das Verfahren gegen vier Frauen aus Herleshausen, die wegen des Verdachts der Beleidigung und schweren Körperverletzung angeklagt waren, ist gestern eingestellt worden.

„Die Tatzeit ist schon lange her und hat sich nicht mehr restlos aufklären lassen“, sagte Richterin Schmidt vom Amtsgericht Eschwege.

Auf der Anklagebank saßen eine 46-jährige Mutter mit ihren beiden Töchtern sowie einer Freundin. Sie sollen während einer Kirmesveranstaltung im August vergangenen Jahres mit einer weiteren Tochter und derem damaligen Freund aneinandergeraten sein.

Die 20-Jährige, die ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Familie hat, bezichtigte diese, ihrem Freund und ihr auf dem Heimweg nach der Kirmes nachgelaufen zu sein und sie angegriffen zu haben sollen. Dabei wurde dem Vernehmen nach auf sie eingeschlagen und eingetreten, insbesondere auch, nachdem sie auf den Boden gefallen waren.

Dieser Vorfall wurde von den Angeklagten aber komplett anders dargestellt - aus ihrer Sicht seien sie bereits im Festzelt provoziert und später dann zuerst attackiert worden.

„Insgesamt wurden zu unterschiedliche Angaben gemacht“, sagte Richterin Schmidt nach der Urteilsverkündung. Zudem war der damalige Freund der Klägerin nicht als Zeuge anwesend, „aber da er nach der Kirmes ja auch alkoholisiert gewesen sein soll, hätte sich die Situation dadurch nicht viel verändert.“

Da beide Seiten auch Lücken über den genauen Tathergang hatten, kam für die Vorsitzende des Gerichts nur eine Einstellung in Frage.

Von Nico Beck

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