Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herleshausen

Viele Einsätze auf der A 4

Firefighter of the Year 2016: der Festausschuss um Florian Deist, Bernd Hohmann, Christian Deist (es fehlt: Tobias Hauss), umrahmt von der Wehrführung Mario Mißler (links) und André Popp. Fotos: privat

Herleshausen. Traditionell vor dem Jahreswechsel lud Vereinsvorsitzender André Fehr zur Jahreshauptversammlung in das Gemeinschaftshaus Herleshausen ein. Der Feuerwehrverein konnte im zurückliegenden Jahr fünf neue Mitglieder gewinnen, sodass derzeit insgesamt 173 Mitglieder zu verzeichnen sind. „Wir freuen uns über jedes Mitglied, egal ob passiv oder aktiv. Der Jahresbeitrag liegt bei lediglich 10 Euro“, warb Fehr um weitere Anmeldungen. Erfreut zeigte er sich über die zwei Veranstaltungen für die Alters- und Ehrenabteilung. Neben einem Neujahrskaffee wurde im November ein Dämmerschoppen für die Feuerwehrsenioren ausgerichtet.

Die Höhepunkte

Höhepunkt des Jahres war laut Fehr die dreitägige Vereinsfahrt auf den Hohen Meißner, wofür er dem Festausschuss dankte, der im vergangenen Jahr zahlreiche Aktivitäten organisiert hatte. Positiv zur Öffentlichkeitsarbeit hätte die große Teilnahme am Kirmesumzug beigetragen. Mit insgesamt 18 Kameraden habe sich die Feuerwehr zum Motto „Olympia“ einfallsreich und sportlich präsentiert. Darüber hinaus wurden vom Vorstand insgesamt 2015 Stunden ehrenamtliche Arbeit erbracht.

Die Einsätze

Die 40-köpfige Einsatzabteilung musste im zurückliegenden Jahr zu 25 Einsätzen ausrücken, 70 Prozent davon wurden auf der Bundesautobahn 4 bewältigt. Überwiegend stand die technische Hilfeleistung im Vordergrund. Insgesamt mussten vier schwerverletzte Personen aus den Fahrzeugen befreit werden. „Alle Einsätze wurden taktisch einwandfrei abgearbeitet, keine Einsatzkraft hat sich selbst verletzt“, sagte Wehrführer Mario Mißler. Insgesamt 3905 Stunden waren die Aktiven 2016 im Einsatz.

DIE AUSBILDUNG

Mißler führt dies auf den hohen Ausbildungsstand der Aktiven zurück: Im Jahr 2016 wurden 13 verschiedene Lehrgänge von insgesamt 14 unterschiedlichen Kameraden besucht. Darüber hinaus wurden 38 örtliche Ausbildungsdienste sowie acht Alarmübungen organisiert. Neu im Ausbildungsplan war die Zusammenarbeit im Gefahrstoffzug Süd mit den Kommunen Sontra und Ringgau. Im Ergebnis wurden alleine für den Ausbildungsbetrieb 1296 Stunden absolviert. Im ersten Quartal soll es Ausbildungen für den neuen Einsatzleitwagen der Gemeinde geben.

Die Kritik

Kritisch ist nach wie vor die Tagesalarmsicherheit unter der Woche. Durchschnittlich ist die Feuerwehr Herleshausen in dieser Zeit mit acht Kameraden ausgerückt. „Wir haben kaum einen Einfluss, da Herleshausen nur über wenige Arbeitsplätze verfügt. Ohne die Gemeindemitarbeiter wären wir aufgeschmissen“, ergänzte der stellvertretende Wehrführer André Popp. Unproblematisch sind dagegen die Einsätze abends, nachts und am Wochenende. Hier sind die Einsatzfahrzeuge in der Regel vollbesetzt. Erfreut hingegen ist Mißler über die Reaktivierung der dritten Sirenenanlage in Herleshausen. „Somit ist das Unterdorf wieder bestens versorgt und es können alle Einsatzkräfte akustisch alarmiert werden.“ Die Jugend

Ähnlich positiv fiel auch das Jahresresümee der Jugendfeuerwehr aus. Insgesamt gibt es hier 16 Mitglieder, jedoch scheiden bald altersbedingt sechs Mitglieder aus. „Wir brauchen im Jahr 2017 dringend neue Mitglieder“, warb Jugendwartin Susanne Carl eindringlich. Höhepunkt war der Sieg beim Gemeindefeuerwehrtag im Ringgau. Knapp verfehlt wurde 2016 die Qualifikation für den Landesentscheid. „Besonders stolz sind wir auf Andreas Stöhr und Maximilian Carl, beide erhielten die Leistungsspange“, so die Jugendwartin. Insgesamt hat der Nachwuchs 1365 Stunden erbracht.

Die Ehrungen

Christian und Andreas Deist erhielten die silberne Verbandsmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Werra-Meißner für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft. Karl Baum konnte die goldene Verdienstmedaille für seine 50-jährige Vereinstreue entgegennehmen. Zum Abschluss stand die Ehrung zum „Firefighter of the Year 2016“ an. Diese interne Auszeichnung der Wehrführung ist für Personen vorgesehen, die im zurückliegenden Jahr Besonderes geleistet haben. Der Wanderpokal ging an den engagierten Festausschuss um Bernd Hohmann, Tobias Hauss, Christian Deist und Florian Deist. (red/dir)

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