Waldarbeit mit einer Pferdestärke

Holzhausen: Otto Linhose rückt Holz mit Kaltblut Max

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Sind ein eingespieltes Team: Otto Linhose aus Hoheneiche und sein rheinisches Kaltblut Max. Linhose nahm sein Zugpferd als Fohlen zu sich und bildete es selbst aus. 

Holzhausen. Die Bäume im Wald bei Holzhausen stehen dicht an dicht – für schwere Maschinen ist hier kein Durchkommen. Da ist die Kraft einer Pferdestärke gefragt – etwa der von Max.

In den Wintermonaten ist Otto Linhose mit seinem Zugpferd oft in dem Forst, der zum Gut Hohenhaus gehört, um schwierig zu erreichendes Holz auf die vorgeschriebenen Rückewege zu ziehen.

Mit einem Ruck spannt sich die Kette, und Kaltblut Max, rund 700 Kilogramm schwer, tänzelt erstaunlich leichtfüßig durch das dichte Unterholz. Äste knacken, und mit einem dumpfen Poltern zieht Max einen kiloschweren Holzstamm hinter sich her. Otto Linhose klopft seinem Zugtier aufmunternd den Hals. „Die Bodenbeschaffenheit ist schwierig“, analysiert der 62-Jährige dabei, „sehr anhänglich. Etwas Frost würde uns helfen.“

Der 62-Jährige aus Hoheneiche und sein zwölfjähriges rheinisch-deutsches Kaltblut sind ein eingespieltes Team. Linhose lenkt Max mit einem langen Zügel, vor allem aber mit seiner Stimme. Der gebürtige Rendaer gibt Kommandos, die wie eine Geheimsprache klingen: Max geht nach links, nach rechts, und bei einem langgezogenen „brrrr“ bleibt er stehen – aufs Wort. „Alles andere wäre lebensgefährlich“, sagt Linhose, der Max als Fohlen zu sich geholt und selbst ausgebildet hat.

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