Reaktionen auf Vorfälle bei Wilke

Nach dem Wurst-Skandal: Kunden sind verunsichert - haben Vertrauen aber nicht verloren

Ihre Kunden haben keine Angst, denn aus Erfahrung wissen sie um die Qualität der Waren, die Jutta Strecker (links) und Ute Trümper in der Fleischerei Bartels in Witzenhausen verkaufen.
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Ihre Kunden haben keine Angst, denn aus Erfahrung wissen sie um die Qualität der Waren, die Jutta Strecker (links) und Ute Trümper in der Fleischerei Bartels in Witzenhausen verkaufen.

Die Kunden seien nach dem Skandal um die Firma „Wilke Wurstwaren“ verunsichert heißt es vonseiten der Fleischerinnung Werra-Meißner. Das Vertrauen sei aber nicht komplett weg.

Der Skandal um die Firma „Wilke Wurstwaren“ beschäftigt die Öffentlichkeit seit Anfang Oktober. Immer neue Ausmaße hat die Geschichte angenommen, in deren Verlauf drei Personen nach dem Verzehr von mit Listerien verseuchter Wurst gestorben sind. Der Skandal sorgte auch im Kreis für Gesprächsstoff.

„Die Kunden waren sicherlich verunsichert“, sagt Peter Fey. Er betreibt seit 1994 die Fleischerei Fey in Herleshausen-Nesselröden. „Aber sie wissen auch, dass sie sich bei mir keine Sorgen machen müssen.“

Fey schlachtet für seinen Betrieb selbst und weiß zudem auch, wo die Tiere herstammen. „Dass bei uns eine einwandfreie Hygiene herrscht, ist jederzeit einsehbar, denn wir müssen jeden Arbeitsschritt protokollieren“, sagt der stellvertretende Obermeister der Fleischerinnung.

„2004 haben wir neu gebaut“, sagt Fey und erklärt, dass auch das ein Grund sei, warum Kunden bei ihm keine Angst vor Listerien haben müssen. Dass seine Kunden seinen Produkten vertrauen, zeige sich auch darin, dass er durch den gesamten Wurstskandal keine Geschäftseinbußen habe.

Auch die Kunden der Fleischerei Bartels vertrauten den Produkten. „Wir hatten bisher eine Kundin, die erzählte, sie habe im Moment ein bisschen Angst und esse jetzt mehr Käse“, sagt Inhaberin Gabriele Bartel. „Aber auch sie kauft wieder Wurst.“ Ihre Kunden haben bisher keine kritischen Fragen zum Thema Listerien gehabt. „Unsere Kunden wissen aber auch, dass wir unsere Fleisch- und Wurstwaren selbst herstellen.“

Seit 16 Jahren betreiben sie die Fleischerei mit Verkaufsstellen in Neu-Eichenberg und Witzenhausen und haben noch nie Probleme gehabt. Ihr Kundenstamm sei über die Jahre gewachsen und stabil, sodass auch sie durch den Listerienskandal keine Auswirkungen bemerkt haben.

Von Evelyn Paul

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