"Natürlich wird es auch Einschränkungen geben müssen"

Historisches zum 1. Januar: Zum Jahreswechsel entsteht das Großkirchspiel Herleshausen

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Zusammenschluss zum Großkirchspiel: Zum Jahreswechsel ereignet sich in Herleshausen Historisches. Unser Bild zeigt die Burgkirche St. Bartholomäus in Herleshausen .

Zum Jahreswechsel ereignet sich in Herleshausen Historisches: Die fünf Kirchengemeinden, die auf dem Gebiet der Kommune Herleshausen liegen, werden sich zusammenschließen zum Großkirchspiel Herleshausen.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wen betrifft die Neuerung?

Zum Großkirchspiel Herleshausen werden ab dem 1. Januar 2020 die auch weiterhin selbstständigen Kirchengemeinden Altefeld, Archfeld, Herleshausen, Nesselröden (mit den Orten Breitzbach, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen und Wommen) sowie Willershausen-Frauenborn gehören.

Welche Dimensionen hat das neue Großkirchspiel?

In der Kirche zu Altefeld wird der Zusammenschluss am 1. Januar feierlich besiegelt. 

Das Großkirchspiel wird insgesamt elf Orte mit zehn Kirchen, zwei evangelischen Gemeindehäusern, drei Pfarrhäusern (Willershausen, Herleshausen, Nesselröden) sowie einem evangelischen Kindergarten in Herleshausen umfassen. Weiterhin werden ein Posaunenchor, eine Flötengruppe, drei Kirchenchöre (Wommen, Herleshausen, Willershausen), eine Weltgebetstagsmusikgruppe und fünf Organisten für eine enorme kirchenmusikalische Vielfalt im Großkirchspiel sorgen.

Wie erfolgte die Organisation?

Eine Steuerungsgruppe hat sich im Laufe des Jahres 2019 immer wieder getroffen, um Strukturen für das Großkirchspiel zu finden, teilt Pfarrerin Katrin Klöpfel mit. „Die einzelnen Kirchenvorstände haben in gemeinsamen Sitzungen beraten und beschlossen. Es ist noch viel zu tun, aber wir freuen uns, dass es jetzt losgeht.“ Katrin Klöpfel wird gemeinsam mit Katharina Siebert die zuständige Pfarrerin sein.

Wird es Einschränkungen geben?

Ja. „Natürlich wird es auch Einschränkungen geben müssen, wenn ein Dorf dazukommt und zeitnah eine halbe Pfarrstelle gestrichen wird“, teilt Katrin Klöpfel mit. So werde 2020 ein Gottesdienstplan erprobt, der für viele Dörfer erhebliche Einbußen beinhalte. So wird es nur noch einmal im Monat einen Gottesdienst im Ort geben – dafür aber fast jeden Sonntag drei Stück.

„Die Menschen müssen und dürfen sich also auf den Weg machen und sich gegenseitig besuchen“, sagt die Pfarrerin. „Und einmal im Monat feiern wir einen gemeinsamen Gottesdienst für alle. Ab Februar wird es zudem einen Feierabendgottesdienst am Freitagabend an besonderen Orten geben.

Festgottesdienst

Katrin Klöpfel, Pfarrerin

Der Zusammenschluss zum Großkirchspiel wird am 1. Januar mit einem Festgottesdienst ab 16.30 Uhr in der evangelischen Kirche zu Altefeld gefeiert. Im Anschluss soll gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen werden. Der Festgottesdienst steht unter dem Motto: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“

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