Unterhalb der Brandenburg

Zusammen gegen Südlink: Tausende beteiligen sich an Demonstration 

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Ein starkes Signal: Das setzten Tausende am Ostermontag eindrucksvoll. Mit Plakaten, Transparenten und ihrer Stimme brachten sie den Protest gegen den drohenden Bau der Stromtrasse Südlink zum Ausdruck.

Herleshausen/Lauchröden – Tausende Menschen aus Hessen, Thüringen und Bayern haben sich am Ostermontag unterhalb der Brandenburg  getroffen - alle mit dem gleichen Ziel: Ein starkes Zeichen setzen gegen den drohenden Bau der Südlink-Stromtrasse. 

Als einer der Ersten schritt Reinhard Krebs ans Rednerpult. Der Landrat des Wartburgkreises monierte, dass die Verantwortlichen der Bundespolitik nur in Extremen denken: „Es wird gar nicht erst versucht, alle Energiequellen ausgeglichen zu nutzen.“ 

Stefan Heuckeroth-Hartmann aus Bad Sooden-Allendorf, der sich in der Bürgeninitiative stark engagiert, betonte die hohe zusätzliche Belastung für den Werra-Meißner-Kreis. 

„Neben der durch Lastwagen stark frequentierten Bundesstraße 27, der schmutzigen Werra und einer Eisenbahngütertrasse, auf der 250 Züge pro Tag rollen, werden wir mit Südlink erneut stark belastet“, sagte der kopfschüttelnde Heuckeroth-Hartmann, der das „Kapital“ des Kreises in Form von „Natur und Fremdenverkehr“ immer mehr schwinden sieht. 

Initiatoren der friedlichen Demonstration: Mitglieder von Bürgerinitiativen aus vielen Bundesländern.

Folglich liegt es auch für Landrat Stefan Reuß, der sein Grußwort übermitteln ließ, auf der Hand, dass die Planungen grundlegend überdacht werden müssen: „Rahmenbedingungen haben sich geändert, die Ausstiege aus der Atomenergie und aus der Kohleproduktion machen das deutlich. 

Die Errichtung dezentraler Energieerzeugungsanlagen haben in der Vergangenheit einen deutlichen Anstieg erfahren, und von daher stellt sich die Frage, ob eine solche Stromtrasse, die am Ende ausschließlich der Stromversorgung und Energieversorgung im Süden des Landes dient, noch sinnhaft ist.“  

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