Kinder für Straßenverkehr fit gemacht

Polizeioberkommissar Rüdiger Kunz geht in den Ruhestand

Ein Mann steht hinter einem Fahrrad. neben ihm sind zwei kleine Kinder, ein Junge und ein Mädchen.
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„Bei der Polizei mit Kindern zu arbeiten, war immer mein großer Traum“: Nach 18 Jahren beim Verkehrsdienst und 43 Jahren bei der Polizei Hessen geht Rüdiger Kunz heute in den Ruhestand.

Mit dem heutigen Tag geht eine Institution in den Ruhestand. Rüdiger Kunz, genannt Roger, verlässt mit Ablauf des Monats den Verkehrsdienst der Polizei Werra-Meißner.

Eschwege – Tausenden von Vorschülern und Viertklässlern hat Rüdiger Kunz in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit der Abnahme des Fußgänger- und Fahrradführerscheins die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ermöglicht. Es war Kunz’ sympathische Art und seine Begeisterung, sich auf die Kinder einzulassen, die ihn für mehrere Schüler-Generationen unvergessen machen. Roger, wie er von Freunden und Kollegen gerufen wird, war bekannt dafür, dass er den Kindern mit Liedern wie „Zebrastreifen“ und „Sicherheitsgurt“ die wichtigsten Verkehrsregeln gerne auch musikalisch mit Gitarrenbegleitung näher gebracht hat. Rüdiger Kunz war 18 Jahre beim Verkehrsdienst und hat – wie er selbst sagt – seinen Traumjob gefunden. „Bei der Polizei mit Kindern zu arbeiten war immer mein großer Traum“, erklärt der dreifache Vater und mittlerweile auch dreifache Großvater.

Am 3. Oktober 1977 trat Roger Kunz seine Ausbildung, damals noch als Polizeiwachtmeister, bei der Hessischen Polizei an. Nach den Ausbildungsjahren bei der Hessischen Bereitschaftspolizei führte ihn sein dienstlicher Weg für einige Monate zur Bereitschaftspolizeiabteilung nach Hanau, bevor am 1981 die Versetzung zum Polizeipräsidium Frankfurt am Main folgte.

Dort war er bis Ende 1986 Streifenbeamter. 1987 wurde Roger Kunz in den Werra-Meißner-Kreis versetzt, wo er zunächst bei der Polizeistation Witzenhausen und ab September 1987 beim damaligen Polizeikommissariat Eschwege seinen Dienst versah. Am 1. Februar 2002 erfolgte die Umsetzung zum Regionalen Verkehrsdienst.

Rüdiger Kunz wurde der Nachfolger von Georg Morgenthal aus Weißenborn, auf den er von vielen Älteren oft angesprochen wird. Bis 2017 arbeitete er mit dem ebenso legendären Rolf Schäfer aus Jestädt zusammen.

Dreieinhalb Jahre bildete er zuletzt mit dem Wichmannshäuser Guido Schilling ein beliebtes und anerkanntes Duo.

Die Aufgabe der Verkehrserziehung hat der zukünftige Pensionär bis zum letzten Tag mit großer Freude und Leidenschaft praktiziert. „Die Zusammenarbeit mit den Kindern hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und deren Sicherheit im Straßenverkehr zu lehren, war für mich eine ganz wichtige Aufgabe innerhalb der polizeilichen Tätigkeit“, erklärt Roger Kunz zum Abschied. Jetzt hat er Zeit für seine Hobbys: Reisen, Radfahren und Tanzen gehören für den ehrenamtlichen Schriftführer der Kreisverkehrswacht dazu. Und vielleicht spielt er seinen Enkeln auch ein Lied auf der Gitarre vor: Von Zebrastreifen und Sicherheitsgurten.

Von Tobias Stück

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