250 feierten bei einem Gottesdienst das Erntedankfest des Kreises in Föhren

Feierten gemeinsam Erntedank: (von links) Dekanin Ulrike Laakmann, Helga Kawe, Ursula Sauer, Magnus Sauer, Dechant Mario Kawollek,Torsten Möller, Pfarrer Istvan Kovacz, Michaela Breun, Günther Brunst und Präses Ludger Arnold. Foto: Merkel Dechant Mario Kawollek

Föhren. Am Ende hatte es der Herrgott doch gut mit seinen Bauern gemeint: Strahlender Sonnenschein begrüßte am Sonntag die Gottesdienstbesucher auf dem Lindenhof im Hessisch Lichtenauer Stadtteil Föhren.

Mehr als 250 Personen waren gekommen, um Kreiserntedankfest zu feiern. Tische und Bänke waren in der großen Reithalle aufgestellt, die mit Sonnenblumen geschmückte Erntekrone aufgehängt worden. Der Altar war aus Stroh- und Heuballen zusammengestellt und mit Früchten und Kürbissen dekoriert. Obwohl sie noch nie auf einem Kreiserntedankfest gewesen waren, hatten Ursula und Magnus Sauer ihren Hof für das Ereignis perfekt vorbereitet.

Natürlich ging Torsten Möller, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, bei seiner Begrüßung auf die Wetterkapriolen in diesem Jahr ein, die für viele Landwirte große Einbußen, für andere dagegen gute Ernten gebracht hatten. Bei aller Technisierung im Agrarbereich wüssten die Bauern noch immer ganz genau: „Die Ernte ist das schönste Geschenk, das die Natur uns gibt!“ Auf den Punkt brachten das die Kinder des Evangelischen Kindergartens Hessisch Lichtenau zusammen mit ihren Erzieherinnen und Kantorin Andrea Groß. Einheitlich in blaue T-Shirts gekleidet sagen und klatschten sie: „Dir lieber Gott, dir lieber Gott, vielen Dank dafür“.

Dank statt Sorgen

„Wir wollen nicht Erntesorgen sondern Erntedankfest feiern“ hatte Dekanin Ulrike Laakmann vom Kirchenkreis Witzenhausen in ihrer Ansprache deutlich gemacht.

Diesen Gedanken nahm ihr katholischer Kollege, Dechant Mario Kawollek aus Eschwege, auf. In seiner Predigt erzählte er von seinem indischen Kollegen, mit dem er durch den Werra-Meißner-Kreis gereist ist. Dieser war von der Schönheit der nordhessischen Landschaft so begeistert, dass er sagte: „Alles Schöne ist in Deutschland“.

Vor diesem Hintergrund rief er zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung und der Wertschätzung für die Lebensmittel auf.

Eingeladen zu dem Kreiserntedankfest hatten neben dem Kreisbauernverband die Landfrauen, die Landsenioren, das Forum Ländlicher Raum sowie die evangelische und die katholische Kirche.

Für die musikalische Gestaltung des Tages sorgte ein gemeinsamer, 21 Köpfe zählender Bläserchor mit Musikern aus aus Hessisch Lichtenau, Witzenhausen und Bad Soden-Allendorf unter der Leitung von Sebastian Seelig. (zgg)

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