Werra-Meißner-Kreis

Apotheker im Werra-Meißner-Kreis sind auf Ausgabe der vergünstigten FFP2-Masken vorbereitet

Ein Mann mit rosa Hemd und dunkler Hose steht vor dem Eingang einer Apotheke neben einer Hinweistafel
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Ist gerüstet: Peter Müller, Inhaber der Löwen-Apotheke in Witzenhausen, hat genug FFP2-Masken für seine Kunden vorrätig.

Nach anfänglichen Verzögerungen beginnt die Ausgabe vergünstigter FFP2-Masken mittels Gutscheinen nun langsam.

Werra-Meißner – Am 6. Januar endete die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken an Risikogruppen. Seitdem sind die speziellen Masken mit Filter nur noch mit einem Gutschein und einer Zuzahlung von zwei Euro erhältlich. Wir haben mit drei Apothekern gesprochen.

„Die Kunden fragen die ganze Zeit“, sagt Carla Schäfer, Inhaberin der Rübezahl-Apotheke in Witzenhausen. „Es läuft jetzt anders als im Dezember.“ Angehörige von Risikogruppen bekommen von ihrer Krankenkasse zwei Gutscheine für je sechs FFP2-Masken.

FFP2-Masken im Werra-Meißner-Kreis: „Masken sind schon da“

„Die Masken sind schon da und es sind auch genug“, erklärt Schäfer. „Wir sind vorbereitet und warten täglich darauf, dass es losgeht.“ Es sei zu Verzögerungen bei der Versendung der Gutscheine gekommen. Darüber habe die Fachpresse informiert, berichtet Schäfer.

Das bestätigt Ulla Harras, Inhaberin der Landgrafen-Apotheke in Hessisch Lichtenau. Nicht nur der Druck der fälschungssicheren Gutscheine durch die Bundesdruckerei habe gedauert. „Die Krankenkassen bekommen die Gutscheine zugeschickt und müssen dann erst mal filtern, wer berechtigt ist – und erst dann könne sie sie weiterverschicken“, erklärt Harras.

Auch sie habe längst für einen ausreichenden Maskenvorrat gesorgt. „Die Kunden sind enttäuscht, dass die Gutscheine noch nicht verschickt sind. Aber die Leute haben Verständnis, wenn man ihnen das vernünftig erklärt.“

FFP2-Masken im Werra-Meißner-Kreis: Erste Gutscheine schon verschickt

Etwas anders sieht es in der Löwen-Apotheke von Peter Müller in Witzenhausen aus. „Die ersten Coupons sind schon weggeschickt und wir haben auch schon welche eingelöst“, erklärt er. Es gebe aber auch bei ihm reichlich Nachfragen von Kunden, die noch keine Gutscheine erhalten hätten. Genug Masken vorrätig habe aber auch er: „Jeder, der Masken braucht, bekommt sie auch.“

Die Masken zu bekommen sei unkompliziert, erklärt Müller. „Die Zeiträume überlappen.“ Der erste Gutschein berechtige im Zeitraum vom 1. Januar bis 28. Februar dazu, sechs Masken zu erhalten, der zweite vom 16. Februar bis 15. April. Das habe mit der Bereitstellung zu tun, erklärt Schäfer.

FFP2-Masken im Werra-Meißner-Kreis: Eigenanteil von 2 Euro

Zu beachten sei jedoch, dass jeder, der sich FFP2-Masken mit Gutschein abholen möchte, zwei Euro dazu zahlen muss. Das gelte auch für Personen, die ansonsten von der Zuzahlungspflicht befreit sind, sagt Müller.

„Das ist immer noch sehr günstig“, erklärt Schäfer. Denn: Ein Paket mit sechs Masken koste regulär 36 Euro: „Das sind hochwertige Hochleistungsmasken, die weltweit gefragt sind.“

FFP2-Masken im Werra-Meißner-Kreis: Masken sind geprüft und zertifiziert

Gelegentlich fragten Kunden, woher die Masken stammen, berichtet Müller. „Der Großteil kommt aus China, aber das ist nichts Schlechtes.“ Auch diese seien geprüft, zertifiziert und mit einer CE-Kennzeichnung versehen, die zeige, dass sie EU-Anforderungen entsprechen.

Grundsätzlich gilt: Die Hygieneregeln – Masken, Abstand, Händewaschen – seien essenziell. „Das Virus liebt das derzeitige Klima“, sagt Schäfer. Daher seien die „Maßnahmen gerade jetzt, auch wegen der Verzögerungen bei den Impfungen, besonders wichtig.“ (Sarah Schnieder)

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