Kultusminister will Rückkehr an Rhenanus-Schule verhindern

AfD-Politiker Höcke soll nicht in den Schuldienst zurück

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Björn Höcke

Bad Sooden-Allendorf. Nach seiner Dresdner Rede ist der Thüringer AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke umstrittener denn je.

Sollte Höcke, der bis vor wenigen Jahren an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf unterrichtet hat, aus dem Landtag ausscheiden – etwa nach Ende der Legislaturperiode im September 2019 – dann könnte es sein, dass er wieder in den hessischen Schuldienst gehen will. Das will Kultusminister Alexander Lorz (CDU) verhinden. „In diesem Fall wird der Minister alles rechtlich Mögliche unternehmen, damit Höcke nicht mehr vor Schülern stehen wird“, teilt Sprecher Philipp Bender dazu mit. „Wir beobachten das sehr genau.“ Da es nicht leicht sei, jemanden aus dem Beamtenverhältnis zu entfernen, müssten die rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden. 

Schon jetzt ist keineswegs sicher, dass der Rechtspopulist an die Rhenanus-Schule zurückkehren kann. Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen im September 2014 war Höcke für den Wahlkampf freigestellt worden, nach den Sommerferien kam der damalige Gymnasiallehrer nicht in die Schule und wurde verabschiedet. Ein wegen eines politischen Mandats beurlaubter Lehrer wird zunächst in „seiner“ letzten Schule in gleicher Funktion geführt. Oberstudienrat Höcke war fast zehn Jahre an der Rhenanus-Schule tätig und unterrichtete Geschichte und Sport. Zuletzt war er zuständig für das Ganztagsprogramm. Die Schule will sich öffentlich nicht zu dem Fall äußern und verweist an das Schulamt Bebra.

Dessen Vize-Amtsleiter Gerhard Finke sagt auf Anfrage, dass es an der aktuellen Stellensituation an der „alten“ Schule liege, wo Höcke ohne politisches Mandat tätig sein könne. Bis zu seinem Wunsch auf Wiedereintritt in den Schuldienst könnten sich die Schülerzahlen verändert haben, so Finke. Wenn also die frühere Stelle nicht frei ist, könnte ihm eine Stelle an einer anderen Schule zugewiesen werden. Zugeordnet bleibt Höcke dem Schulamt Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner.

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