Jan Gerbig spendete Stammzellen

Eine Traumreise als Dank: Lebensretter aus Bad Sooden-Allendorf fliegt nach Thailand

Mit dem Zeigefinger ist er schon am Ziel: Erik Grahneis hat bei einem Radio-Gewinnspiel eine Reise nach Thailand gewonnen - und sie seinem Lebensretter Jan Gerbig (Bild) geschenkt.
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Mit dem Zeigefinger ist er schon am Ziel: Erik Grahneis hat bei einem Radio-Gewinnspiel eine Reise nach Thailand gewonnen - und sie seinem Lebensretter Jan Gerbig (Bild) geschenkt.

Der 25-jährige Lehramtsstudent Jan Gerbig aus Bad Sooden-Allendorf ist ein echter Lebensretter - zum Dank dafür, darf er jetzt nach Thailand fliegen.

  • Jan Gerbig aus Bad Sooden-Allendorf hat seine Stammzellen gespendet.
  • Damit rettete er einem 53-Jährigen das Leben.
  • Der revanchierte sich mit einer Traumreise, die er im Radio gewonnen hat.

Den einwöchigen Traumurlaub auf der Insel Phuket hatte ihm der 53-jährige, an Lymphdrüsenkrebs erkrankte Erik Grahneis durch seine Teilnahme an einer Aktion des Südwestrundfunks (SWR) Baden-Baden verschafft.

Empfänger hatte die Reise im Radio gewonnen - und sagt damit einen besonderen Dank

 „Sagen Sie einem besonderen Menschen Dank“, hatte SWR3 seine mehr als 3,6 Millionen Hörer aufgerufen. Neben anderen Teilnehmern gewann auch Grahneis die Reise und schenkte sie seinem Lebensretter.

Jan Gerbig hat sich 2016 typisieren lassen

Rückblende: Durch seine Freundin Marie war Jan Gerbig bereits im Herbst 2016 auf eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) in Kaufungen aufmerksam gemacht geworden. Er ging hin, ließ sich registrieren und erhielt Monate später die Nachricht: Es gibt einen Volltreffer. 

Die DKMS bat Jan Gerbig zur Stammzellenspende nach Dresden. 48 Stunden später wurden die Zellen dem damals schon todgeweihten Erik Grahneis transplantiert – mit durchschlagendem Erfolg. Es war die einzige Heilungschance für den Vater zweier erwachsener Töchter. Nein, gerechnet habe er eher nicht damit, dass er irgendwann helfen könne, sagt Jan Gerbig, der an der Kasseler Uni Sport und Deutsch studiert, um Gymnasiallehrer zu werden: „Umso schöner, wenn es klappt. Ich habe mich riesig gefreut.“

Im Oktober 2019 haben sich Spender und Empfänger das erste Mal persönlich getroffen

Erste Begegnung auf der schwäbischen Alb: Erik Grahneis (links) und sein Lebensretter Jan Gerbig.

Zwei Jahre lang durften Gerbig und Grahneis nach den Regeln der DKMS nicht wissen, wie der jeweils andere heißt. Anonym waren sie aber regelmäßig in brieflichem Kontakt. 

Im Oktober sind sie sich erstmals persönlich begegnet: Herzlich und unkompliziert sei das Treffen in Bisingen, südlich von Stuttgart, gewesen, sind sich beide einig. „Und man hatte schon das Gefühl, sehr vertraut zu sein“, ergänzt Gerbig, der als Fußballer für den SV Adler Weidenhausen in der Verbandsliga kickt. 

„Jan hat die Reise verdient. Wer schon kann mit 25 Jahren von sich behaupten, einem Menschen das Leben gerettet zu haben?“, ist Erik Grahneis „unendlich dankbar“.

Im März geht es los nach Thailand  - die Freude ist riesig

Wien und Barcelona habe er schon gesehen, freut sich der 25-Jährige auf die Reise nach Thailand. Am 25. März steigt er mit Freundin Marie in den Flieger nach Phuket. Auf der größten thailändischen Insel im indischen Ozean ist dann Sommer mit Temperaturen von mehr als 30 Grad und täglich neun Sonnenstunden. Spannende Entdeckungstouren zu Wasser und zu Land und die traditionelle Küche Asiens warten auf das Paar.

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