250 Gläubige sind zusammengekommen

Bad Sooden-Allendorf: 250 Christen beten für die Deutsche Einheit

Mit Gesang und Posaunenklängen: Über 250 Christen aus Ost und West dankten für „das Geschenk der deutschen Einheit“.
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Mit Gesang und Posaunenklängen: Über 250 Christen aus Ost und West dankten für „das Geschenk der deutschen Einheit“.

In Bad Sooden-Allendorf sind 250 Christen zusammengekommen. Mit Liedern und Gebeten zu Gott haben sie sich am Tag der Deutschen Einheit für die Wiedervereinigung Deutschlands bedankt.

Zu einem ökumenischen Gottesdienst in der überfüllten Hessenhalle des Grenzmuseums Schifflersgrund oberhalb von Bad Sooden-Allendorf waren am Donnerstagnachmittag mehr als 250 Christen zusammengekommen. 

Unter den Flaggen von Hessen, Thüringen, Deutschland und Europa dankten sie vor allem auch jenen mutigen Männern und Frauen, die durch ihre beharrlichen Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche die gewaltlose Revolution in der DDR maßgeblich initiiert und das diktatorische SED-Regime letztlich zur Aufgabe gezwungen hätten, woran Wolfgang Ruske als Chef des Grenzmuseums einleitend erinnerte.

Achtung und Respekt für eine gute Zukunft

Im Beisein von Dekanin Ulrike Laakmann zelebriert wurde der Gottesdienst von jeweils zwei evangelischen und katholischen Geistlichen aus West und Ost: Pfarrer Dr. Daniel Bormuth und Vikar Christoph Brunhorn (St. Marien, Sooden), ferner Diakon Martin Knauff (Uder) und Propst Hartmut Gremler (Heiligenstadt).

Letzterer wandte sich in einer Predigt ebenso gegen die, wie er sagte, „Versorgungsmentalität des Kommunismus“ wie gegen den „menschenverachtenden Kapitalismus“. Eine gute Zukunft für die Menschheit liege in der Achtung des und dem Respekt vor dem jeweiligen Gegenüber. 

Aktualität in einer unruhigen Zeit gewann der Gottesdienst durch die Liedzeile: „Gib Frieden, Herr, die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden. Wer lügt, liegt obenauf.“

Kirchen- und Posaunenchor

Musikalisch umrahmt wurde die einstündige Feier durch den ökumenischen Kirchenchor Bad Sooden-Allendorf unter Leitung von Corina Beutner und den von Heiko Scherp dirigierten Posaunenchor an St. Crucis in Allendorf, verstärkt durch Bläser aus Hessisch Lichtenau und Witzenhausen.

Die Kollekte ging als Spende an die Nikolaikirche in Leipzig für die kirchengemeindliche Arbeit. Pfarrer Bormuth: „Ein Zeichen der Solidarität nach Sachsen.“ zcc

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