Bau einer Hühnerfarm für Bio-Eier in Bad Sooden-Allendorf steht kurz vor dem Abschluss

Markante Kamine ragen empor: Von der Hühnerfarm für Bio-Eier auf der Struth oberhalb von Allendorf sind von Weitem die Kamine, durch die die Luft aus dem Riesenstall geblasen wird, am ehesten zu sehen. Vor dem Einzug der Legehennen nächste Woche zeigte Landwirt Lukas Berwinkel-Kottmann (links) Badestadts Bürgermeister Frank Hix die Anlage, an und in der noch auf Hochtouren gearbeitet wird. Foto: Stefan Forbert

Eine Woche noch, dann sollen 12 000 Legehennen auf der Struth oberhalb Allendorfs einen riesigen Stall bevölkern.

Und schon in der Folgewoche will das Unternehmen „My BioFarm“ die ersten Bio-Eier in den Verkauf bringen.

Derzeit wird in und rund um die Anlage auf Hochtouren gewerkelt, denn wenn die gefiederten Bewohnerinnen einziehen, sollen sie zur Ruhe kommen können und die Arbeiten deshalb abgeschlossen sein. Bis zu 30 Mitarbeiter von zumeist Handwerksbetrieben aus der Region sind an manchen Tagen auf der Baustelle für das Projekt, in das mehr als eine Million Euro investiert wird, beschäftigt. Das mit Pappel-Streifen zum Schutz vor Greifvögeln bepflanzte Grünareal – etwa so groß wie neun Fußballfelder – muss auch noch bis nächsten Donnerstag umzäunt werden, wobei der Zaun – mehr als einen Kilometer lang – auch bis ins Erdreich gelegt wird, um Füchsen den Zutritt zu verwehren. Fertig werden muss auch noch das Lager für den Mist, der bald täglich anfällt. Diese Halle sei komplett geschlossen, betont Landwirt Lukas Berwinkel-Kottmann, dass es außerhalb der Anlage nicht zu unangenehmen Gerüchen komme.

Deshalb seien die sechs Kamine extra hoch gewählt worden, die Entlüfter sind vom Grund her zehn Meter hoch. Demnächst noch abgefahren werden müssen die Schotterhügel am Rand des Geländes. Es handelt sich dabei laut Berwinkel-Kottmann um den Einbau, der aus Gründen der Ressourcen-Schonung für das Anlegen des Plateaus verwendet worden war. Es habe sich aber herausgestellt, dass die vom Lieferanten, einem Bauunternehmen, vorgelegte Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht ausreichend war.

Zudem sei wegen des Verdachts, dass der Schotter nicht völlig unbedenklich sein könnte, selbst eine Analyse in Auftrag gegeben worden, die dies bestätigt habe. Deshalb sei der Recycling-Schotter wieder herausgeholt und der Untergrund der Stallanlage mit unbelastetem Naturschotter aus einem Steinbruch aufgefüllt und eingeebnet worden.

Es sei wichtig, wie transparent gearbeitet werde, sagte Bürgermeister Frank Hix bei einer Stippvisite. Jeder könne nachvollziehen, „was hier passiert“. So habe sich auch der Magistrat kürzlich zum zweiten Mal vor Ort umgeschaut und davon überzeugt, dass „alles gut“ sei.

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