Falsche Polizisten entlocken 87-Jähriger am Telefon ihre Kontodaten 

Unbekannte Betrüger haben einer 87 Jahre alten Frau aus Bad Sooden-Allendorf mit der Masche "Falscher Polizeibeamter" ihre Kontodaten entlockt. Das berichtet die Polizei.

Am späten Montagabend erhielt die ältere Dame einen Telefonanruf, indem sich eine weibliche Person als "Franziska Glock" von der Polizei in Kassel ausgab. Die Frau gab gegenüber der Rentnerin an, dass die Polizei im Zuge einer Observierung eine rumänische Diebesbande habe festnehmen können, bei denen eine Liste mit Namen von älteren, alleinstehenden Damen aufgefunden wurde.

Unter anderem sei auch der Name der 87-Jährigen auf dieser Liste gewesen, so dass man nun seitens der Polizei diese Personen kontaktiere. Auf die Frage der vermeintlichen Polizeibeamtin, ob die Frau schon Veränderungen an Ihrem Konto festgestellt habe, gab die ältere Dame an, dass sie selbst keine Möglichkeit habe, dies nachzuvollziehen.

Auf Nachfrage der unbekannten weiblichen Anruferin, gab das 87-jährige Opfer dann bereitwillig über ihre Kontodaten inklusive ihres derzeitigen Kontostandes Auskunft. Im Zuge dessen schaltete sich dann eine weitere männliche Person in das Telefonat ein, die sich als "Dr. Stein" und Vorgesetzter der Frau "Glock" ausgab. Dieser nannte dem Opfer die Telefonnummer 0561 1103110, unter welcher die Polizei zu erreichen sei. Zudem wurde der Frau zugesagt, dass sich am frühen Morgen ein pädagogisch geschulter Beamter, ein Herr "Peter Höflich" bei ihr melden würde, um Weiteres abzusprechen.

Offenbar kamen der Frau dann aber doch noch Zweifel und sie teilte den Vorfall bei der "echten" Polizei in Eschwege mit. Die spätere erneute Kontaktaufnahme zu dem Opfer unterbrachen die Betrüger dann auch recht schnell, als die Frau mitteilte, bei der "echten Polizei" angerufen zu haben.

Tipps der Polizei

Am Telefon: 

-Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt oder anruft. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben.

-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

-Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

-Die Polizei wird am Telefon keine Kontodaten erfragen.

An der Tür: 

-Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

-Wichtig: Lassen Sie ggfs. einen Besucher während der Überprüfung vor der abgesperrten Tür warten.

-Die Polizei wird Sie niemals bitten, ihnen Geldbeträge oder Wertgegenstände auszuhändigen.

-Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

-Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

-Wichtig bei Telefonkontakt: Beenden Sie zuerst ein verdächtiges Telefonat und wählen dann erst die Nummer, die sie herausgesucht haben.

-Wichtig: Lassen Sie ggfs. einen Besucher während der Überprüfung vor der abgesperrten Tür warten.

-Die Polizei wird Sie niemals bitten, ihnen Geldbeträge oder Wertgegenstände auszuhändigen.

-Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

-Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

-Wichtig bei Telefonkontakt: Beenden Sie zuerst ein verdächtiges Telefonat und wählen dann erst die Nummer, die sie herausgesucht haben.

Rubriklistenbild: © dpa

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