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Stadtwerke-Union Nordhessen will mit Bad Sooden-Allendorf ins Geschäft kommen

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Von: Stefan Forbert

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Mitten im Wald: So wie hier im Kaufunger Wald sollen auch im Soodener Stadtwald zwei Windräder aufgestellt werden.
Mitten im Wald: So wie hier im Kaufunger Wald sollen auch im Soodener Stadtwald zwei Windräder aufgestellt werden. © Stadtwerke-Union Nordhessen / nh

Es könnten bei Bad Sooden-Allendorf zwei Windräder drehen. Nahe dem Rosskopf und bei Ahrenberg will die Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN) ausgewiesene Windvorrangfläche nutzen.

Bad Sooden-Allendorf – Aufgrund der geringen Größe können in dem Areal im Dreieck von Bad Sooden-Allendorf, Kammerbach/Hilgershausen und Oberrieden maximal zwei Windkraftanlagen aufgestellt werden.

Zunächst müsste die SUN dazu einen Nutzungsvertrag für das Einrichten und Betreiben des Windparks auf dem Rosskopf mit der Stadt Bad Sooden-Allendorf abschließen. Diesem Ansinnen steht der Magistrat positiv gegenüber, er hat den Stadtverordneten bereits den Abschluss empfohlen.

Als großen Vorteil des Standortes sieht er, dass die Flächen weitestgehend der Stadt gehören. Somit fließen die Pachteinnahmen direkt dem städtischen Haushalt zu.

Derzeit erscheinen, so heißt es in der Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung, Zahlungen von 200.000 Euro pro Jahr – bestehend aus Pacht und Kommunalabgabe nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – realistisch. In der Finanzabteilung des Rathauses wird bereits ab 2025 mit Erträgen im Haushalt geliebäugelt.

Zunächst soll das Stadtparlament in seiner voraussichtlich letzten Sitzung in diesem Jahr am Freitagabend, 10. Dezember, einer Nutzung der Flächen zum Erzeugen von Strom aus Windenergie grundsätzlich zustimmen.

Über den Nutzungsvertrag soll dann erst noch im Finanzausschuss beraten werden. Der Pachtvertrag zwischen SUN und Badestadt soll über 25 Jahre laufen. Nach dem Ende des Betriebs der Windräder verpflichtet sich die SUN zum Rückbau der Anlagen.

Den Vorstellungen der SUN zufolge soll durch den Windpark Rosskopf dauerhaft 2750 Quadratmeter Wald zu Fundament und Kranstellfläche umgewandelt werden. Während des Baues sind demnächst weitere 5700 Quadratmeter für die Vormontage und den Kranausleger notwendig.

Dort sollen die beiden Windräder bei Bad Sooden-Allendorf stehen.
Dort sollen die beiden Windräder bei Bad Sooden-Allendorf stehen. © HNA-Grafik

Die SUN will der Stadt zudem zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen „zum Vorteil des Stadtwaldes“ anbieten und zusichern.

Angedacht ist, zwei Windkraftanlagen der 5-6-Megawatt-Klasse mit einer Gesamthöhe bis zu 250 Meter aufzustellen.

Ein solches Windrad erzeugt jährlich rund 17 Millionen Kilowatt Strom – es vermeide damit „rund 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr“, heißt es in einer Präsentation der SUN, die dem Magistrat schon vorgestellt wurde.

Auch der Bevölkerung soll das Projekt rechtzeit vorgestellt werden, dazu sind laut SUN Info-Märkte geplant. (Von Stefan Forbert)

Veränderte Lage

Anfang 2015 sprach sich der Magistrat der Stadt Bad Sooden-Allendorf erstmals für eine Nutzung der Windvorrangsfläche im Soodener Wald aus. Doch nach wind- und naturschutzrechtlichen Gutachten winkte die SUN ab.

Mittlerweile habe sich die Anlagentechnik weiterentwickelt und die naturschutzfachliche Bewertung verändert, heißt es in der Vorlage. So beabsichtigt die SUN, „die Standortentwicklung“ wieder aufzugreifen.

Zunächst benötigt die SUN einen Vertrag mit der Stadt, um die betroffenen Flächen sowie die Wege dorthin nutzen zu dürfen.

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