Alle Bauplätze sind reserviert

Bad Sooden-Allendorfs Kernstadt dehnt sich nach Osten aus

Baugebiet in Bad Soode-Allendorf
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Viele Bäume mussten weichen: Das neue Baugebiet im Osten von Allendorf, wo hier die Straße Am Schildchen entsteht. Ab dem Spätsommer soll dort schon gebaut werden können.

Ungebrochener Nachfrage nach attraktiven Baugrundstücken erfreut sich die Stadt Bad Sooden-Allendorf. Noch ehe der erste Spatenstich erfolgt ist, sind sämtliche Bauplätze bereits so gut wie vergeben, die im Osten der Kernstadt als vierter Bauabschnitt der Gemarkung „Auf dem Wassergraben II“ entstehen.

Bad Sooden-Allendorf – Konkret geht es um 21 Grundstücke. „Alle sind schon reserviert, und es gibt sogar eine Warteliste“, freute sich Bauamtsleiter Helmut Franke, der am Mittwoch zusammen mit Bürgermeister Frank Hix die bevorstehenden Erschließungsmaßnahmen vorstellte.

Auf den noch schneebedeckten Wiesen wird es nach den Plänen des Eschweger Ingenieur-Büros Rother & Partner zwei neue Straßen in einer Gesamtlänge von rund 200 Metern geben, am Ende jeweils mit einem Wendehammer versehen. Sie tragen den Namen Am Schildchen und An der Warte und sind jeweils 5,50 Meter breit mit einem einseitig befahrbaren Bürgersteig. Zwischenzeitlich wurde der aus dem Jahr 2002 stammende Bebauungsplan in der Weise modifiziert, dass die bereits bebaute Straße Am Siebenborn mit der neuen Straße Am Schildchen verbunden wird und mit dem Zimmersweg eine Kreuzung bildet. Außerdem wurde mehr Wohnfläche gewonnen, die insgesamt über 13 000 Quadratmeter umfasst. Die Bauplätze sind zwischen 498 und 840 Quadratmeter groß.

Vorgeschlagen hat der Magistrat nach Angaben von Bürgermeister Frank Hix einen Quadratmeterpreis von 115 Euro. Wenn es dabei bleibt – das letzte Wort hat im Mai das Stadtparlament –kosten die Bauplätze zwischen gut 57 000 und knapp 97 000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die Hausanschlüsse an die Kanalisation. Die Ausrichtung des Firstes der Einfamilienhäuser wird den Bauherren freigestellt. Familien erhalten pro Kind einen Zuschuss von 3500 Euro, maximal 10 500 Euro. Als sehr erfreulich wertet die Stadt die Erschließung des neuen Baugebietes durch die Telekom. Nach Angaben von Thomas Peter nutzt das Unternehmen ein Leerrohr in der Straße Am Gladenbach, um einen Anschluss an das glasfaserbasierte Breitbandnetz herzustellen. Falls gewünscht, koste der Hausanschluss 800 Euro. Für TV, Telefon und Internet kämen monatliche Kosten ab 40 Euro aufwärts hinzu. Die Glasfaser, für die noch ein Netzverteiler errichtet werde, sei bis einem Gigabyte nutzbar.

Mit den Erschließungsarbeiten, die Ende Juli enden sollen, wurde das Wehretaler Unternehmen Küllmer Bau beauftragt, sodass noch im Sommer die Häuslebauer zum Zuge kommen könnten.  

Straßen erinnern an Vergangenheit

Die Namen der Straßen im neuen Baugebiet der Kernstadt Bad Sooden-Allendorfs erinnern nach Angaben des Heimatforschers Gerhard Rademacher an längst vergangene Zeiten. „An der Warte“ bezieht sich demnach auf drei Türme, auf denen rings um die Stadt Ausschau gehalten wurde nach möglichen Feinden. Verbunden gewesen seien die Türme durch mit Schwarzdorn bewachsene Wälle. Von den Türmen ist nur noch der auf dem Klausberg erhalten. „Am Schildchen“ führt Rademacher zurück auf die tapferen Ritter, die einst zum eigenen Schutz mit Schilden ins Kriegsgetümmel zogen. (zcc)

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