Bauarbeiten nach Zugunglück: Bahnstrecke ist noch einmal für einen Tag dicht

Nach dem Unfall im Januar: Der verunglückte Güterwaggon lag noch tagelang neben der Eisenbahnstrecke bei Obernjesa. Archivfoto: bsc

Obernjesa. Nach dem Zugunglück am Bahnhof Obernjesa bei Göttingen sind vom 15. bis 18. Februar noch einmal Bauarbeiten notwendig. Am Sonntag, 16. Februar ist die Strecke zwischen Göttingen und Eichenberg sogar den ganzen Tag über gesperrt.

Nach Angaben der Deutschen Bahn AG muss nach der Entgleisung eines Güterwaggons in der Nacht zum 19. Januar nun noch eine Weiche erneuert werden. Außerdem ist es notwendig, die Oberleitung über dieser Weiche zu repariert.

Busse pendeln

Während der Sperrung der Bahnstrecke am 16. Februar müssen Fahrgäste auf Busse umsteigen. Die Cantus-Züge in beziehungsweise aus Richtung Kassel und Eschwege/Bebra starten beziehungsweise enden in Eichenberg. Zwischen diesem Bahnhof und Göttingen pendeln Busse.

Die Regional-Express-Züge in Richtung Erfurt werden zwischen Göttingen und Heiligenstadt durch Busse ersetzt. Die Pendelbusse starten in Göttingen 30 Minuten vor der normalen Abfahrtszeit.

Der Unfall, bei dem in der Nacht zum 19. Januar gegen 3 Uhr ein Güterwagen bei voller Fahrt aus den Schienen gesprungen war, hatte im Januar für großes Aufsehen gesorgt. Schnell war klar, dass ein Millionenschaden entstanden war. Der Waggon hatte 1000 Meter Gleis, Signale, Schranken und Oberleitungen stark beschädigt. Über eine Woche haben die Aufräum- und Reparaturarbeiten nach dem Vorfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, gedauert. Experten des Eisenbahnbundesamtes hatten den verunglückten Waggon damals untersucht und festgestellt, dass ein Achslager kaputt war. (bsc)

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