Streit um nachträglich aufgenommenes Fahrzeug

Bedarfsplan der Feuerwehren führt zum Eklat in Hessisch Lichtenau

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Hessisch Lichtenau. Mit einem Eklat endete am Freitagabend die Generalversammlung der Lichtenauer Brandschützer in Hopfelde. Bürgermeister Jürgen Herwig (SPD) und Stadtrat Michael Heußner (CDU), zugleich stellvertretender Stadtbrandinspektor, lieferten sich ein Wortgefecht um den Bedarfs- und Entwicklungsplan (BEP) 2014.

Am Ende gingen sie heillos zerstritten auseinander. Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion durch ihren Vorsitzenden Andreas Howorka den Vorwurf der Mauschelei erhoben, weil in den vom Parlament abgesegneten Bedarfsplan für die Feuerwehren der Stadt nachträglich ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Feuerwehr in Velmeden aufgenommen worden sei. Die CDU-Fraktion will deshalb mit einer parlamentarischen Anfrage in Erfahrung bringen, wer diese Planänderung veranlasst habe.

Bürgermeister Herwig hat zu dieser Frage bisher beharrlich geschwiegen, will sich erst in der Mai-Sitzung der Stadtverordneten äußern.

Auch in der Versammlung der Feuerwehren äußerte sich Herwig inhaltlich nicht. Stattdessen griff er seinen Magistratskollegen frontal an. Wenn Heußner eine „kleine Änderung“ im BEP aufgefallen sei, dann hätte er den Stadtbrandinspektor als seinen direkten Vorgesetzten und erst recht den Bürgermeister als obersten Dientsherrn informieren müssen, ließ Herwig durchblicken, dass er seinen Magistratskollegen im Verdacht habe, an die Öffentlichkeit gegangen zu sein. „So etwas lasse ich mir nicht bieten“, schäumte Herwig.

Im Gegenzug warf der CDU-Mann dem Bürgermeister vor, ihn – Heußner – gezielt in ein schlechtes Licht zu rücken. Er sei der Letzte, der gegen die Interessen der Wehren arbeite, so der Feuerwehr-Vize, der zugleich die Hoffnung äußerte, Herwig werde es nicht gelingen, einen Keil zu treiben „zwischen die Wehren und mich“.

Von Chris Cortis

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