CDU, FWG und Grüne lassen Sitzung platzen

Hessisch Lichtenau. Eklat im Stadtparlament von Hessisch Lichtenau. Die Fraktionen von CDU, FWG und Grünen ließen am Mittwochabend eine kurzfristig angesetzte Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung platzen, in der es um den Ausbau der U3-Kinderbetreuung gehen sollte. Lediglich die zwölf SPD-Vertreter waren zur Sitzung erschienen.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich bin hilflos“, sagte Bürgermeister Jürgen Herwig. Er sehe in dem Verhalten der Fraktionen eine öffentliche Beleidigung der Eltern, denen dadurch die dringend benötigten Plätze verweigert würden.

Die fehlenden Stadtverordneten hätten sich in den vergangenen Tagen einzeln entschuldigen lassen, sagte Stadtverordnetenvorsteher Franz-Josef Lewe. Bürgermeister Herwig hatte die Fraktionen am Donnerstag vor einer Woche fristgerecht zur Sitzung eingeladen. Grund sei, dass ein von den Stadtverordneten verabschiedeter Beschluss für den Anbau einer U3-Gruppe am evangelischen Kindergarten noch bis Ende des Monats beim Kreis eingereicht werden müsse, um Fördergelder in Höhe von 120 000 Euro zu bekommen.

Die Fraktionsvorsitzenden Markus Lecke (FWG) und Andreas Howorka (CDU) teilten mit, dass es keine Absprachen gegeben habe. Sie vermuten, dass die Abgeordneten den Termin um 19 Uhr mitten in der Woche nicht hätten wahrnehmen können. „Ich hatte eine Aufsichtsratssitzung, für die Bürger tut es mir aber leid, dass die Sitzung ausgefallen ist“, sagte Lecke. (alh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare