Hohe psychische Belastung

Klinikum Werra-Meißner: Krisenteam jetzt mit Notfallnummer

Corona - Klinikum Werra-Meißner: Krisenteam jetzt mit Notfallnummer
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Über die Notfallnummer des Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie kann Hilfe angefordert werden.

Das Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie (ZPP) am Klinikum Werra-Meißner hat ein Kriseninterventionsteam gegründet, wegen der seelischen Belastungen in der Corona-Krisenzeit.

Im Verlauf der aktuellen Covid-19-Pandemie können Behandlung und Betreuung von Patienten bei deren Angehörigen und bei medizinischem, sozialen oder pflegerischen Personal zu hoher psychischer Belastung führen. Solche Situationen können Traumatisierungen und psychische Folgeschäden nach sich ziehen. Darum hat das Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie (ZPP) am Klinikum Werra-Meißner ein Kriseninterventionsteam gegründet.

Das Team ist nicht nur durch die Initiative von Psychologen und Ärzten des ZPP, sondern auch unter Beteiligung von einigen niedergelassenen Psychotherapeuten entstanden. Über die Notfallnummer des ZPP 0 56 51/82 11 11 kann jeder Zeit Hilfe angefordert werden. Die Hotline ist 24 Stunden am Tag fachärztlich besetzt.

Sollte im Zusammenhang mit Covid-19 ein akutes seelisches Problem auftreten, welches eine therapeutische Intervention vor Ort nötig macht, kann ein Mitglied des Kriseninterventionsteams kontaktiert werden, heißt es vonseiten des Klinikums. Während der normalen Sprech-Tageszeiten stehen zudem die Ärzte und Therapeuten der drei Institutsambulanzen in Eschwege, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen für akute Krisen zur Verfügung.

Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie beziehungsweise der dadurch bedingten sozialen Isolation würden Depressionen, häusliche Gewalt und andere Probleme zunehmen, berichtet der ärztliche Leiter Martin von Hagen. Auch finanzielle Sorgen oder die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes seien aktuelle Themen. Deswegen ermutigt er die Menschen, nicht aus Scham oder anderen Beweggründen zu zögern, sich professionelle Hilfe zu holen.

Das Angebot richtet sich ebenfalls an Mitarbeiter von Krankenhäusern, Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen, die aktuell durch das sich Virus in besonderem Maße belastet sind.  

red

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Quelle: HNA

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