Polizei kontrollierte Schulbusse in Bad Sooden-Allendorf

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Schauen genau hin: Polizeibeamte aus dem Werra-Meißner-Kreis überprüfen, ob dieser Schulbus alle Sicherheitsvorschriften erfüllt.

Bad Sooden-Allendorf. Sind die Schulbusse im Werra-Meißner-Kreis sicher? Um diese Frage zu klären, hat die Polizei gestern mehrere Fahrzeuge an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf kontrolliert.

Die Ergebnisse lagen bis zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Nach den ersten Kontrollen zeichnete sich aber ein gutes Bild ab. „Die meisten Busse waren bisher in Ordnung“, sagte Reiner Lingner, Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner. Nur einige geringe Mängel seien festgestellt worden, etwa ein defektes Abblendlicht.

Untersucht wurde vor allem die sicherheitstechnische Ausrüstung, sagte Rüdiger Willich, Leiter der des Regionalen Verkehrsdienstes bei der Polizeidirektion Werra-Meißner. So müssen die Busse von vorn und von hinten mit einer orangefarbenen Warntafel als Schulbusse ausgewiesen sein. Auch die Notausstiege müssen gekennzeichnet sein und ein Hammer zum Einschlagen des Fensters bereitliegen. Ein vom Tüv geprüfter Feuerlöscher gehöre genauso zur Pflichtausrüstung wie Unterlegkeile, ein Warndreieck, eine Handlampe und Erste-Hilfe-Kästen.

Autos angehalten: Eltern dürfen nicht unmittelbar bis zur Rhenanus-Schule fahren.

Laut Lingner kontrolliert die Polizei jedes Jahr, immer vor unterschiedlichen Schulen. Im Großen und Ganzen gebe es bei der Sicherheit von Schulbussen keine Probleme im Werra-Meißner-Kreis, sagte Lingner. Ihm sei nicht bekannt, dass ein Bus jemals aussortiert werden musste. Es würden Kleinigkeiten festgestellt, die schnell behoben seien. Die Kontrolle fand im Rahmen des landesweiten Programms „Sichere Landstraße“ statt, bei dem der gewerbliche Personenverkehr unter die Lupe genommen wird. Die Aktion war unangekündigt, die Busunternehmen sollten überrascht werden.

Allerdings wurden nicht nur Busse kontrolliert, sondern auch Autos angehalten. „Viele Eltern fahren ihre Kinder bis an den Schulhof“, sdagte Lingner. An der Rhenanus-Schule ist das zum einen verboten, weil die Durchfahrt zur Schule nur Lehrern gestattet ist. Wer gestern unerlaubt vorfuhr, bekam deshalb einen Strafzettel in Höhe von 15 Euro. Zum anderen sei es nicht gut für die Kinder, wenn ihre Eltern sie bis vor die Tür fahren. „Kinder müssen lernen, selbstständig im Straßenverkehr zurechtzukommen“, sagte Lingner.

Von Eugen Maier

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