Gerätebestand wird für 1,2 Millionen modernisiert

Hessisch Lichtenaus Feuerwehr erhält drei neue Fahrzeuge auf einmal

Bürgermeister Michael Heußner (vorne von links) übergibt einen symbolischen Schlüssel an Stadtbrandinspektor Steffen Rödel. Mit dabei (dahinter von links) die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnold, stellvertretender Kreisbrandinspektor Andreas Vedder, Landrat Stefan Reuß, Wehrführer Markus Schröder und sein Stellvertreter Michael Eck.
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Drei Fahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr von Hessisch Lichtenau: Bürgermeister Michael Heußner (vorne von links) übergibt den symbolischen Schlüssel an Stadtbrandinspektor Steffen Rödel. Mit dabei (dahinter von links) die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnold, stellvertretender Kreisbrandinspektor Andreas Vedder, Landrat Stefan Reuß, Wehrführer Markus Schröder und sein Stellvertreter Michael Eck.

„Es ist noch nie der Fall gewesen, dass wir drei Großfahrzeuge am Stück übergeben haben“, freute sich Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner anlässlich der offiziellen Übergabe am Freitag im Stützpunkt an der Industriestraße. Den Stellenwert der dreifachen Fahrzeugübergabe unterstrich zudem die Anwesenheit von Landrat Stefan Reuß (SPD), der CDU-Landtagsabgeordneten Lena Arnold und des stellvertretenden Kreisbrandinspektors Andreas Vedder, die in der Fahrzeughalle mit sicherem coronabedingten Abstand untereinander ihre Plätze eingenommen hatten.

Hessisch Lichtenau – Doch wo sind eigentlich die Fahrzeuge, die übergeben werden sollen, mochte sich der ein oder andere gefragt haben, denn von ihnen war weit und breit nichts zu sehen. Heußner, der zunächst den Unwissenden spielte, hakte bei Wehrführer Markus Schröder nach, der lediglich prophezeite: „Die müssen gleich kommen!“ Kurz darauf schwenkten die drei Fahrzeuge mit Blaulicht und heulenden Sirenen von der Industriestraße auf den Hof ein und alle in der Halle applaudierten. „Sie sollten mal einen Eindruck davon gewinnen, wie es ist, wenn die drei Fahrzeuge zum Einsatz durch die Stadt fahren“, rechtfertigte Heußner die Inszenierung.

Dass mit der neuen Drehleiter, dem Staffellöschfahrzeug und dem Gerätewagen Logistik drei Fahrzeuge mit einem Schlag offiziell übergeben werden, begründete Heußner nicht nur mit Corona. Das sei auch dem Umstand geschuldet, dass sich in den vergangenen Jahren einiges finanziell aufgestaut habe.

Mit dem neuen, 370 000 Euro teuren Staffellöschfahrzeug 20/25 werden gleich zwei 25 und 30 Jahre alte Fahrzeuge ersetzt, das Löschfahrzeug LF 16 und der Rüstwagen 1. Das Fahrzeug verfügt unter anderem über einen 2500 Liter großen Löschwasserbehälter für den Schnellangriff, eine Kreiselpumpe mit einer Förderleistung von 2000 Litern pro Minute, einer Stromversorgung für externe Geräte, einem Lichtmast und einer Seilwinde. 657 000 Euro hat die neue Drehleiter gekostet, die bei 12 Metern Ausladung eine Höhe von 23 Meter erreicht, in Steilstellung bis auf 30 Meter ausfahren kann.

Mit 180 000 Euro schlägt der Gerätewagen Logistik zu Buche, mit dem alle für den Einsatz relevanten Materialien wie zusätzliche Schläuche, Schaummittel, Sandsäcke und Rollcontainer transportiert werden. Dank der Spende von 2000 Euro aus der Matthias-Kaufmann-Stiftung wurde das Fahrzeug statt mit der eigentlich verbauten Trupp-Kabine mit einer Staffelkabine für sechs Personen ausgeliefert.  zlr

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