Ein altes Boot, verrostete Fässer und drei Fahrräder

Kanu-Jugend Witzenhausen sammelte vom Wasser aus Müll entlang der Werra

Die Jugendlichen des Witzenhäuser Kanuclubs mit (von links) Paulinus, Vereinsvorsitzendem Hans-Joachim Heymel, Jugendwartin Sandra Müller, Daniel, Gabriel, Emil, Konrad, Maurice und Vereinsmitglied Bernhard König haben massig Müll aus den Uferbereichen der Werra gezogen.
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Säuberten die Ufer der Werra: Die Jugendlichen des Witzenhäuser Kanuclubs mit (von links) Paulinus, Vereinsvorsitzendem Hans-Joachim Heymel, Jugendwartin Sandra Müller, Daniel, Gabriel, Emil, Konrad, Maurice und Vereinsmitglied Bernhard König haben massig Müll aus den Uferbereichen der Werra gezogen.

Ein altes Boot, zwei verrostete Ölfässer, drei aussortierte Fahrräder sowie jede Menge Flaschen und Plastikmüll – das ist die Ausbeute der jugendlichen Kanufahrer des Witzenhäuser Kanuclubs, die sie in zwei Aktionen mit ihren Booten an den Uferbereichen der Werra aus dem Wasser zogen.

Witzenhausen – Auch eine ältere Fischreuse, ein Gartenstuhl und ein Teppich waren unter den „Sammlerobjekten“ der Jugendlichen. „Es ist schon erschreckend, was wir alles aus dem Wasser gezogen haben, aber es hat uns trotzdem viel Spaß gemacht“, kommentierte Mitstreiter Daniel.

Bei der Bergung des Bootes waren die Jugendlichen äußerst kreativ und banden zwei ihrer Kajaks unter das Boot, sodass es wie ein Floß bis zum Anleger des Kanuvereins gezogen werden konnte. „Zwei mussten dann halt im 14 Grad kalten Wasser der Werra ein Stück zurückschwimmen, aber mit den wärmehaltenden Nassanzügen machte ihnen das nichts aus“, erzählt Jugendwartin Sandra Müller.

Auch zum Müllsammeln müssen die Jugendlichen immer wieder ins kalte Wasser. Die Idee zum Müllsammeln auf der Werra kam ihnen vor etwa einem Jahr, als sie bereits ein Fahrrad aus der Werra gezogen hatten. Dieses dient nun nach intensiver Reinigung, neuer Reifen und neuer Kette dem Kanuclub als Gästefahrrad. Auch unter der stillgelegten Eisenbahnbrücke bei Unterrieden fanden sie dieses Mal wieder ein Fahrrad, das sie sich im Winter wieder „zurechtschustern“ wollen.

„Den Restmüll holt dann aber der Bauhof ab, da ist wirklich nichts Brauchbares mehr dabei“, sagte der Vorsitzende des Kanuclubs, Hans-Joachim Heymel. Nach anfänglichen Bedenken ist er von der Kreativität und dem Elan der Jugendlichen mittlerweile sehr angetan.

Ab November treffen sich die Jugendlichen zum Kanufahren und Spaß haben alle 14 Tage in den geraden Wochen sonntags ab 10.30 Uhr am Bootshaus Am Sande. Gäste sind dazu willkommen.  znb

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