Jurte als Begegnungsstätte

Workshop: Nachhaltiges Leben und Wirtschaften

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Die Jurte steht: Im Uni-Park hinter der Steinstraße haben unter anderem Alishia (links) und Oliver Schmid diese in Europa ungewöhnliche Begegnungsstätte aufgebaut.

Witzenhausen. Eine offene Veranstaltungsreihe zum Thema lokale Ökonomie und Gemeinschaftsbildung findet derzeit in Witzenhausen statt.

Sie ist Teil eines zweijährigen EU-Projekts Growl (Learning more, Growing less), was so viel bedeutet wie: Mehr lernen, weniger wachsen. Begonnen hat das Projekt auf Burg Ludwigstein und wird noch bis zum 7. Juni andauern.

Silvia Hable (31), Mitwirkende bei Transition Town Witzenhausen, und Katja Mangold (29), Studentin der ökologischen Agrarwissenschaften, gehören zu den Entwicklern des Kurskonzepts, das die 50 Teilnehmer aus zwölf verschiedenen Ländern diese Woche durchlaufen.

Ziel der Aktion ist es, die Gemeinschaft zu stärken und lokale Initiativen miteinander zu vernetzen. Man will in dieser Woche zeigen, wie es ist, gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und zu leben - auch generationsübergreifend.

Besonders am Herzen liegt Organisatorin Silvia Hable, zu zeigen, dass man auch mit geringem Verbrauch von Ressourcen viel bewirken kann und dass es lohnenswert ist, regional einzukaufen und aktiv zu werden.

Der Titel des Seminars: „Living Degrowth“ (Wachstumswende) setzt sich kritisch mit dem Thema Wirtschaftswachstum auseinander. Es wird die Frage gestellt, ob die heutige Gesellschaft mit Gesellschaftskrankheiten, Schulden und Streiks noch Zukunft hat.

Mit Hilfe von Oliver Schmid aus Bremen wurde am Mittwoch im Unipark eine Jurte aufgestellt. Dieses zeltartige Konstrukt dient als Begegnungsort und ist Symbol für Menschen, ihre Taten und Träume.

Veranstalter sind unter anderem: Transition Town Witzenhausen sowie der Weltladen (Fachgeschäft für fairen Handel).

Von Luisa Siebert

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