Wrack soll Mittwoch abtransportiert werden

Ermittler: Verunglücktes Flugzeug war technisch intakt

Bild der Verwüstung: Beim Aufprall riss das Heck der Propellermaschine ab. Die Trümmer der Piper lagen weit verstreut in dem schwer zugänglichen Waldstück. zwei Fotos:  Pflüger-Scherb

Nieste/Staufenberg/Witzenhausen. Das Kleinflugzeug, das am Karfreitag im Kaufunger Wald zwischen Nieste und Kleinalmerode abgestürzt ist, war laut Ermittler technisch intakt.

„An der Maschine war alles in Ordnung, sagte Germout Freitag, Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig, am Dienstag auf HNA-Anfrage. Wie berichtet, hatten Ermittler der Behörde noch am Freitagnachmittag mit der Untersuchung des Wracks der Piper 28 RT begonnen, in dem der 67-jährige Pilot aus Thüringen umgekommen war. Er war nach den Erkenntnissen von BFU und Polizei der einzige Insasse der Propellermaschine.

Die BFU-Ermittler hätten das Flugzeug am Unglücksort einer Sichtprüfung und einer mechanischen Untersuchung unterzogen. Dabei werde unter anderem anhand des Zustands des Propellers geprüft, ob sich dieser noch gedreht habe. Auch auf möglichen Spritmangel werde das Luftfahrzeug untersucht, sagte BFU-Sprecher Freitag. Der Tank der Unglücksmaschine sei gefüllt gewesen. Die Tatsache, dass das Untersuchungsergebnis unzweifelhaft ergeben habe, dass das Flugzeug auf seinem Weg vom Airport Kassel nach Sömmerda bei Erfurt technisch intakt war, ist auch der Grund dafür, dass die Wrackteile bei der BFU in Braunschweig nicht weiter untersucht werden. „Das geschieht nur, wenn wir keine Idee für den Grund des Absturzes haben“, so der Sprecher der Bundesstelle.

Kartenansicht: Die Unglücksstelle

Das Wrack, das in einem schwer zugänglichen Waldstück in der Nähe der Passhöhe Umschwang liegt, soll am Mittwoch abtransportiert und anschließend verschrottet werden, sagte Janine Herr, Sprecherin der Gemeinde Staufenberg, auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Piper war im Gemeindewald von Staufenberg niedergegangen, deshalb muss sich nun die Kommune um die Entsorgung der Trümmer kümmern.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Göttingen angeordnet, dass die Leiche des 67-jährigen Piloten obduziert wird, erklärte Oberstaatsanwalt Andreas Buick am Dienstag. „Das Ergebnis wird voraussichtlich erst in einigen tagen vorliegen“, so der Behördensprecher. Generell ermittle die Staatsanwaltschaft im Fall des Flugzeugabsturzes in alle Richtungen. Für die Suche nach der Ursache für das Unglück im Kaufunger Wald wurde auch das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig eingeschaltet.

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