Von zwei jungen Frauen geführte Staatsdomäne ist Ort des 9. Kreiserntedankfestes

Erntedank auf Hof Breun

Organisatoren und Gastgeber: V. li. KBV-Vorsitzender Horst Kupski, Theresa Döring (Forum Ländlicher Raum), Dekanin Ulrike Laakmann, Landwirtin Michaela Breun, Pfarrer Hans-Jürgen Wenner, Landwirtin Christina Breun, Landwirt Frank Theune. Foto: Mayer

Wendershausen. Der gastgebende Bauernhof für das Kreiserntedankfest 2013 kommt turnusgemäß aus dem Kreisteil Witzenhausen. Es ist die Staatsdomäne in Wendershausen, seit 40 Jahren gepachtet und bewirtschaftet von der Familie Breun. „Das Besondere an diesem Hof, der zu den größten im Kreis zählt, ist, dass er mit den Geschwistern Michaela und Christina Breun von zwei jungen Frauen geführt wird“, stellt der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes (KBV), Horst Kupski, die beiden studierten Landwirtinnen vor.

Sie betreiben ausschließlich Ackerbau und sind wegen der Nähe zur Werra auf 180 Hektar vom Frühjahrshochwasser stark getroffen worden. Nachsaat war nicht möglich, weil das Wasser so langsam ablief, dank zugepachteter Hanglagen konnte einiger Schaden kompensiert werden, erklärt Michaela Breun. Minderwertigem Boden habe das Wasser sogar gut getan. Sommergerste, Winterweizen und Mais hat es besonders erwischt.

Aber Breuns jammern nicht. Sie wissen, dass trotz ausgeklügelter Technik, exakter Maschinensteuerung und präziser Düngung gegen das Wetter kein Kraut gewachsen ist. Weil man weiß, dass das Winterendewasser jedes Jahr kommt, wird schon weniger eingesät, der Schaden damit ein wenig begrenzt.

Mit der Wahl des Hofes Breun setzt der KBV die Tradition fort, modernen Betrieben mit jungen professionellen Landwirten die Gelegenheit zu bieten, sich und ihre Arbeit vorzustellen. „Mit den Kreis-erntedankfesten soll der Blick der Bevölkerung auf die Lebensmittelproduktion in Abhängigkeit von der Natur gelenkt werden“, sagt Horst Kupski, der 2004 den Anstoß gab. Mal im Süden, mal im Norden, mal in der Mitte des Kreises fanden die bisherigen Feste statt auf Friedrichsruh, in Jestädt, Ellershausen, Altefeld, Diemerode, Hebenshausen, Witzenhausen und Germerode. Stets dabei als Mitorganistoren, die Landsenioren, katholische und evangelische Kirche, die Landfrauen, das Forum Ländlicher Raum und der KBV. Große Höfe mit Hallen sollen es sein, inzwischen kommen im Schnitt 500 Besucher. Auf sie wartet am kommenden Sonntag, 29. September, ab 14 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Dekanin Ulrike Laakmann (Liturgie) und Pfarrer Hans-Jürgen Wenner (Predigt), dem Bläserchor Witzenhausen und den singenden Erlöserkids sowie im Anschluss Kaffee und Kuchen. Weil der Hof an der Durchgangsstraße liegt, wird die Feuerwehr bei der Parkplatzsuche behilflich sein.

Von Helmut Mayer

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