Zunächst keine Fischtreppe für Trubenhäuser Gelsterwehr

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Keine Fördermittel: Der Bau einer Fischtreppe für das Gelsterwehr kann vorerst nicht realisiert werden.

Großalmerode. Die Trubenhäuser Bürgerinitiative „Rettet das Gelsterwehr“ ist enttäuscht. Grund: Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend den haushaltsrechtlichen Sperrvermerk vom 16. Dezember 2011 zur Wiedernutzung des historischen Gelsterwehrs in Trubenhausen nicht aufgehoben.

Weil das Gelsterwehr unter Denkmalschutz steht, haben sich Ortsbeirat und Bürgerinitiative gemeinsam für eine Fischtreppe entlang der Bundesstraße 451 entschieden, die vom Wehr abwärts Richtung Weißenbach führen soll. Ein bereits beauftragtes Planungsbüro hatte Kosten im sechsstelligen Bereich ermittelt. Deshalb wurden 200 000 Euro im Haushalt 2012 veranschlagt, die allerdings mit einem Sperrvermerk versehen wurden, weil keine Fördermittel seitens des Regierungspräsidiums genehmigt wurden.

Deshalb kamen die Stadtverordneten auch den Empfehlungen des Magistrats und des Haupt- und Finanzausschusses nach und stimmten einstimmig für den Sperrvermerk. Die Stadt werde aber weiterhin versuchen, Fördermittel zu beantragen, versprach Bürgermeister Andreas Nickel (SPD) während der Stadtverordnetenversammlung. Außerdem bestünde die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen zu beantragen.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte das Stauen der Gelster vor gut drei Jahren verboten, weil das Wandern von Fischen und Kleinstlebewesen dadurch verhindert werde. Seitdem ist das Gelsterwehr regelmäßig Thema in den städtischen Gremien und der Verwaltung (wir berichteten). Damit die Fische künftig trotz Stauung wandern können, wurden in der Vergangenheit verschiedene Varianten mit der Bürgerinitiative und dem Ortsbeirat diskutiert.

Neue Beamtenstelle

Für reichlich Gesprächsstoff während der Stadtverordnetensitzung sorgte auch der neu zu besetzende Posten des stellvertretenden Bauamtsleiters. Die Stadt Großalmerode hatte die Stelle öffentlich ausgeschrieben, weil die Position intern nicht besetzt werden konnte, sagte Nickel vor dem Parlament. Unter den wenigen Bewerbungen habe die Verwaltung sich für einen jungen Mann aus Flensburg entschieden.

Insbesondere aus der CDU-Fraktion wurden Stimmen bezüglich der Qualifikation des Berufsanfängers laut. Zudem stritten sich die Stadtverordneten darüber, ob die Position mit einem Beamten oder einem Angestellten besetzt werden solle.

Um den favorisierten Bewerber einzustellen, müsste nämlich eine Beamtenstelle geschaffen werden, die in den Nachtragshaushalt für das Jahr 2012 aufgenommen werden müsste. Nach gut 45 Minuten konnte schließlich ein Beschluss gefasst werden. Allerdings stimmten acht von 26 anwesenden Stadtverordneten gegen die Schaffung der Beamtenstelle im Bauamt. Zwei Parlamentarier enthielten sich.

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