Projekt von Schülern und Studenten zur Entwicklung erneuerbarer Energien hatte Premiere in Witzenhausen

Ein Film geht auf China-Reise

Filmaustausch: Deutsche und chinesische Jugendliche mit Regisseur Ralph Etter und Übersetzerin Cheng Xi vor dem Capitol-Kino. Plakate von diesem Foto sollen nach China gehen. Foto: privat

Witzenhausen / Shanghai. Der Film „Junge Energien“ ist am Wochenende im Capitol-Kino Witzenhausen erstmals in Deutschland gezeigt worden. „In diesem Film wird Nordhessen als Modellregion für die Entwicklung erneuerbarer Energien vorgestellt“, erklärt Projektleiter Geert Platner.

In dem Film „Junge Energien“ kommen Energieberater, innovative Unternehmer und Wissenschaftler sowie junge Menschen aus der Region zu Wort, die die neuen Chancen für ihr späteres Berufsleben im Energiebereich schildern. Sonne, Wind, Wasser und Biogas werden dabei als Energieträger im Bereich von Witzenhausen bis Bad Emstal vorgestellt.

Prominenter Gast war der Schweizer Regisseur Ralph Etter, der bereits auf mehreren Festivals Preise gewonnen hat. Etter hatte zusammen mit der Berliner Filmemacherin Sophie Narr die Umwelt-AG der Christine-Brückner-Schule aus Bad Emstal (Landkreis Kassel) über ein Jahr bei den Dreharbeiten betreut.

Dreh in China

In einer Ansprache auf Chinesisch konnte die Übersetzerin Cheng Xi die Gäste aus Shanghai davon überzeugen, einen Austauschfilm in China zu drehen. Dort steht eine Umstellung auf erneuerbare Energien an, die weltweit erhebliche positive Einflüsse auf Klimabilanz und Umwelt haben könnte. „Darüber Näheres in einem Film von Jugendlichen aus China zu erfahren, wäre ein Pionierprojekt von internationaler Bedeutung“, sagt Platner. Deshalb würden die Pläne der nordhessischen Schüler und Studenten auch vom Firmen-Netzwerk Hessen-China unterstützt.

Bereits im Dezember trafen sich chinesische und deutsche Zuschauer, um sich gemeinsam über die Gestaltung des Films für den Einsatz in China zu beraten. Die Germanistin Cheng Xi von den Universitäten Beijing und Göttingen konnte jetzt vor internationalem Publikum eine chinesische Fassung präsentieren, die von der Delegation aus Shanghai mit großem Interesse aufgenommen worden sei.

Die Jugendlichen legten über 3000 Kilometer für die Kamera-Arbeiten und ihre Workshops zurück – alles in ihrer Freizeit, begleitet von Lehramtsstudenten der Uni Kassel, die mit einer Abordnung nach Witzenhausen kamen. Für ihren Film erhielten die Schüler bereits zwei Auszeichnungen: Sie gewannen den Preis „Demokratisch Handeln“ der Akademie für Bildungsreform und waren in der Siegergruppe des Bundes-Umwelt-Wettbewerbs, der vom Bildungsministerium gefördert wird. Die Emstaler hatten mit ihrer Präsentation die Jury der Uni Kiel überzeugt. Auch in der Akademie Tuzing am Starnberger See habe ihre Vorführung bei Vertretern von 55 Schulen aus ganz Deutschland großen Beifall gefunden, sagte Platner. (alh)

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