Frau-Holle-Pokal des Koch-Nachwuchses geht an Burak Kirmizigül

Die Sieger des Kochwettstreits: Burak Kirmizigül (von links), Patrick Schubert und Timo Greinke. Foto: Cortis

Witzenhausen. Als gebratenes Filet mit Sesam und Krokant war es schon ein toller Hecht, den Burak Kirmizigül nach eigenem Rezept servieren ließ.

Und als solcher darf sich auch der 20-Jährige aus Bad Sooden-Allendorf fühlen, der im örtlichen Eccos Kultur- und Tagungshotel beschäftigt ist. Kirmizigül war am Donnerstag der Sieger des Kochwettstreits um den Frau-Holle-Pokal.

Zum 20. Mal veranstaltete der Köcheverein Werratal diesen kulinarischen Wettbewerb in den Beruflichen Schulen in Witzenhausen. Acht Nachwuchs-Köche, je vier Frauen und Männer, waren angetreten, um ihre Künste am Herd zu demonstrieren, bevor in Kürze mit dem Ende des dritten Lehrjahres die Abschlussprüfung auf sie wartet. Den Sprung auf Platz zwei schaffte Patrick Schubert (Schloss Wolfbrunnen, Schwebda) vor Timo Greinke (Bistro Amelie, Eschwege). Auch sie durften sich über einen Frau-Holle-Pokal in kleinerer Ausführung freuen. Darüber hinaus erhielten alle Teilnehmer als Anerkennung ein Kochmesser mit einer Klinge aus Edelstahl.

Unter der Regie von Harald Heinzl und Beate Rheinländer - er ist Fachlehrer und Küchenmeister, sie hauswirtschaftliche Betriebsleiterin an den Beruflichen Schulen - begann der Wettbewerb am frühen Morgen. Aus Hecht, Lamm, diversen Früchten und einem Bindemittel hatten die Teilnehmer ein dreigängiges Menü für jeweils vier Personen zu kreieren. Weil das Auge bekanntlich mitisst, waren auch so genannte Schauteller anzurichten.

Auch theoretischer Teil

Und natürlich wurde jedes Menü auch der Jury serviert, die sich aus den Kochprofis Michael Claus, Dieter Ludwig, Timo Wüstemann (alle Bad Sooden-Allendorf), Stefan Pless (Kassel), Rüdiger Klein (Grandenborn) und Frank Vogel (Neuhof) zusammensetzte. In einem theoretischen Teil wurde obendrein das Fachwissen der angehenden Köche abgefragt.

Nichts auszusetzen

„Einfach köstlich“ habe es gemundet, bewertete Witzenhausens Stadtmanagerin Diana Brehm das ihr aufgetischte Menü. „Ich hatte Glück“, fügte sie hinzu und öffnete damit Raum für Spekulationen. „Nichts auszusetzen“ hatte als weiterer Ehrengast auch Bürgermeisterin Angela Fischer. Sie äußerte sich erfreut, dass junge Menschen sich für den Beruf des Kochs oder der Köchin entschieden, was angesichts der nicht ganz unproblematischen Arbeitszeiten nicht selbstverständlich sei.

Bei der Siegerehrung dankte Harald Heinzl dem fleißigen Köche-Nachwuchs, aber auch allen Sponsoren, ohne deren Unterstützung ein solcher Wettbewerb nicht möglich wäre.

Schon klare Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft hat Sieger Burak Kirmizigül. Er möchte nach Beendigung seiner Ausbildung unbedingt ins Ausland. Sein Traumziel ist Australien. Aber auch Afrika sei eine Option (zcc)

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