Flixbus-Linien: Abfahrt mit Lichtenauer Reiseunternehmen von Kaufungen Papierfabrik

Frölich startet morgen zu neuen Zielen

Jungfernfahrt der neuen Fernbus-Linie: André Schwämmlein und Bernd Frölich haben in einem der vier neuen und komfortablen Reisebusse Platz genommen. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Es gibt schon Buchungen für die ersten Fahrten: Morgen starten die ersten Fernbusse der Flixbus-Linien in Kassel. Tägliche Ziele sind Leipzig und Dresden (über Göttingen) im Osten sowie Dortmund und Köln im Westen Deutschlands. Das Partner-Unternehmen Frölich-Reisen aus Hessisch Lichtenau geht dabei mit vier neuen Vier-Sterne-Reisebussen an den Start. An- und Abfahrt ist jeweils der Busparkplatz in Kaufungen Papierfabrik.

Zweimal am Tag starten die Busse in Richtung Köln und zweimal am Tag in Richtung Dresden. Regulär kostet die Fahrt von Kassel nach Dresden 35 Euro, nach Leipzig 19 Euro, ebenso viel nach Köln und 14 Euro nach Dortmund. Mit etwas Glück kann man schon ab einem Euro eine Fahrkarte ergattern.

Erst Anfang dieses Jahres wurde der Buslinienfernverkehr in Deutschland liberalisiert. 80 Jahre lang hatte das alte Personenbeförderungsgesetz die Deutsche Bahn vor Konkurrenz auf der Straße geschützt. Private Fernbuslinien durften nur dann eingerichtet werden, wenn sie keine Konkurrenz zum Schienenverkehr oder zu bestehenden Buslinien darstellten.

Drei Fernbus-Anbieter - darunter Frölich Reisen - haben seit Januar Lizenzen beantragt, erläutert Elke Müller vom Regierungspräsidium Kassel. Davon bediene einer die Strecke Fulda - Flughafen Frankfurt.

Seit eineinhalb Wochen ist das Münchner Unternehmen Flixbus nun auf dem Markt. Seither habe man in Zusammenarbeit mit mittelständischen Busunternehmen bereits mehrere Tausend Fahrgäste gezählt. Vor allem bei jungen und älteren Menschen seien diese neuen und zusätzlichen Reisemöglichkeiten gefragt. „Viele Passagiere warten einfach an den Haltestellen“, sagt Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein.

Auch das sei kein Problem: Tickets gibt es auch beim Busfahrer, der ansonsten auch Internetbuchungen mithilfe eines Ausdrucks oder eines Smartphones elektronisch einlesen kann. Da gerade viele ältere Kunden nicht per Internet buchen wollen, sollen demnächst die Tickets auch bei einigen Reisebüros erhältlich sein, kündigt Schwämmlein an.

Bernd Frölich, Geschäftsführer von Frölich-Reisen, glaubt an das Potenzial dieses Fernbus-Anbieters. Eine Million Euro hat der nordhessische Unternehmer in Busse und Personal investiert. Bei der gestrigen Jungfernfahrt hob er die Vorteile dieses Verkehrsmittels hervor: Busreisen seien nicht nur günstig und umweltfreundlich, sondern auch sehr sicher. „Und in zwei Stunden ist man in Dortmund mitten in der Stadt.“ (hei)

Infos und Buchung: www.flixbus.de, Tel. 01805/12 39 91 23

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare