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„Gemeinsam gegen Not“ gibt Lebensmittel an Bedürftige aus

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Von: Stefan Forbert

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Hier wird es langsam eng: Die Vorstandsmitglieder (von links) Heidi Meister, Evelyn Wachsmuth und Anita Rothe im Lebensmittel-Lager des Sozialprojekts „Gemeinsam gegen Not“ am Rathof in Bad Sooden-Allendorf.
Hier wird es langsam eng: Die Vorstandsmitglieder (von links) Heidi Meister, Evelyn Wachsmuth und Anita Rothe im Lebensmittel-Lager des Sozialprojekts „Gemeinsam gegen Not“ am Rathof in Bad Sooden-Allendorf. © Stefan Forbert

Der andauernde Krieg in der Ukraine und enorm steigende Lebenshaltungspreise lassen den Bedarf an Unterstützung seit wenigen Monaten noch einmal mehr wachsen.

Bad Sooden-Allendorf – Und so haben die ehrenamtlichen Frauen und Männer vom Solidarprojekt „Gemeinsam gegen Not“ in Bad Sooden-Allendorf derzeit mehr denn je zu tun, um bedürftigen Familien insbesondere mit Grundnahrungsmitteln unter die Arme zu greifen.

Die Initiative, die zu Beginn der Corona-Pandemie entstand und Ende 2020 Vereinsstrukturen bekam, sammelt in der Badestadt Lebensmittel von den Supermärkten sowie Frischware von einem Bauernladen, einer Bäckerei und einer Metzgerei. Zudem stiftet ein Gastronomie- und Landwirtschaftsbetrieb in Kleinvach regelmäßig Kartoffeln.

Mittlerweile wird das Lager, als den Vorsitzende Heidi Meister und ihre Mitstreiterinnen einen mit Regalen bis unter die Decke und einem Kühlschrank ausgestatteten Nebenraum der Seniorentagesstätte am Rathof in Allendorf kostenfrei nutzen, etwas eng. Vor allem, wenn mehrere Menschen gemeinsam vor der Ausgabe jeden Donnerstagnachmittag die Tüten zusammenpacken.

Suche nach neuen Räumen

Nun hofft der Verein „Gemeinsam gegen Not“, andere Räume zu finden. „So um die 30 Quadratmeter wären schon schön“, sagen die Zweite Vorsitzende Evelyn Wachsmuth und Schriftführerin Anita Rothe bei einem Vor-Ort-Termin – und möglichst mietkostengünstig. Weitere Wünsche: Der Raum sollte ebenerdig liegen und einen vor der Öffentlichkeit sichtgeschützten Vorplatz haben – ähnlich wie vor dem Seniorentreffpunkt, wo die Warteschlange allerdings auch bis auf die Straße geht.

Die Lebensmittel von Mehl und Milch über Nudeln und Reis bis zu Konserven und Süßigkeiten – und auch Hygieneartikel – werden von den Supermärkten zum einen gespendet. Zum anderen beteiligen sich viele Bürger an der Hilfe für die sozial Schwächeren und in Not Geratenen, indem sie in den Geschäften vorgepackte Nahrungsmitteltüten für fünf Euro kaufen. Ebenso gehen Geldspenden auf dem Vereinskonto ein.

Und auch mit den Mitgliederbeiträgen gehen Heide Meister und ihre Mitstreiterinnen einkaufen. Sie werden von drei FSJlern von der Freiwilligenagentur Omnibus unterstützt, die beim Tragen der Waren als auch beim Bestücken der Tüten anpacken. Die rund zehn an der Ausgabe beteiligten Vereinsmitglieder wechseln sich von Woche zu Woche ab.

Spenden reißen nicht ab

Auch die Nutzer der Spenden selbst müssen einen Obolus von drei Euro entrichten. Wobei bei den ukrainischen Flüchtlingen darauf verzichtet wird. Von den zuletzt 40 Familien, die sich mit Tüten versorgten, kommen mehr als die Hälfte aus der Ukraine. Und es kommen fast jede Woche mehr ukrainische Familien, haben die Helferinnen festgestellt.

Umso wichtiger, sagen sie, dass die Bereitschaft zum Spenden, ob in den an der Aktion beteiligten heimischen Märkten oder per Überweisung aufs Konto, nicht abreißt.

Kontakt wegen neuer Räume und Kontonummer: Tel. 01 71/6 90 05 04; E-Mail: heidi-meister @web.de

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