Die Interessengemeinschaft Jumbo-Fahrt war wieder mit Behinderten unterwegs

Im Gespann durchs Land

Unglaubliches Erlebnis für Körperbehinderte: Die Teilnehmer der 47. Jumbofahrt waren den ganzen Tag auf den nordhessischen Straßen unterwegs und ließen sich den Fahrtwind um die Ohren wehen. Foto: Geier

Hessisch Lichtenau. Sie ist seit Monaten bei manchen Bewohner des Hauses 21 der Sozialen und Schulischen Rehabilitation schon im Kalender angestrichen, die diesjährige Jumbofahrt. Zum 47. Mal organisierte die Interessengemeinschaft Jumbo-Fahrt für die behinderten Menschen am Samstag einen Motorradausflug. Auf dem oberen Parkplatz sammelten sich kurz vor 9 Uhr im Trockenen unter den Bäumen die Motorradfahrer. Über 40 Maschinen standen Seite an Seite, darunter 30 Gespanne, in deren Beiwagen die Behinderten mit auf die Reise gehen konnten. In diesem Jahr hatte man als Ziel die Kaufunger Feuerwehr gewählt.

Für die Rollstuhlfahrer ist diese gemeinsame Ausfahrt der Höhepunkt eines Wochenendes, das sie mit den Bikern verbrachten. Für Fahrer und Beifahrer ist es ein Spaß, der verbindet und sie einander näher bringt. Für diesen besonderen Tag gaben sich beide Seiten viel Mühe.

Der gestandene Fahrer und Bastler Guido hatte eine Besonderheit zu bieten, denn sein Beiwagen war eine umgebaute Waschtrommel in der ein Betreuer Platz nahm. Allerdings hoffte er, dass er nach dem Ausflug nicht geschleudert würde. Sein Erste-Hilfe-Koffer kam in ein Fach am Fuß der Trommel und die Brille in einen umfunktionierten Feuerlöscher. Hier war der Start schon ein Abenteuer. Mit dröhnenden Motoren, einem Lachen im Gesicht und hochgehaltenen Daumen der Fahrer und Mitfahrer fuhren die Gespanne schließlich los. (zge)

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