CDU und SPD einig: Das Wellenbad bleibt - Halbe Million für Teilsanierung bewilligt

Auf gleicher Wellenlänge

Das Wellenbad bleibt: Auch künftig können Jennifer (9, von links), Liv (7) und Elena (10) ihren Spaß in den warmen Fluten haben.

Bad Sooden-Allendorf. Das ist nicht immer so. Aber in puncto Wellenbad funken Christ- und Sozialdemokraten in Bad Sooden-Allendorf auf der gleichen Wellenlänge.

Das zeigte sich in der Stadtverordnetenversammlung am Freitagabend, als CDU und SPD gegen den Widerstand der anderen Fraktionen die Freigabe von Mitteln zur Teilsanierung des Wellenbades in der Werratal-Therme durchsetzten.

Mit 21 gegen sieben Stimmen hoben die Abgeordneten den Sperrvermerk auf, so dass nun 563 000 Euro eingesetzt werden, um die Betriebssicherheit des Wellenbades zu gewährleisten. Anders ausgedrückt: Das Wellenbad bleibt.

Sanierung dreimal so teuer

Mit dieser Summe sind die Kosten für die Reparaturen und Bädertechnik gedeckt. Für eine komplette Sanierung des Wellenbades würde nach derzeitigen Schätzungen die dreifache Summe fällig. Deshalb setzten CDU und SPD in einem gemeinsamen Zusatzantrag durch, kurzfristig ein Gutachten über die Bausubstanz erstellen zu lassen, um den mittel- und langfristigen Finanzbedarf zu ermitteln.

Für die FDP/FWG-Fraktion nannte Ulrich Heffner (FWG) dieses Vorgehen „unlogisch“. Es mache keinen Sinn, einer Teilsanierung zuzustimmen, bevor die Expertise auf dem Tisch liege. Genau umgekehrt müsse es sein.

Radikaler äußerte sich dagegen Michael Siedler (Grüne), der einen „Rückbau dieses Teiles der Therme“ vorschlug – also die Schließung. Seine Begründung: Das Wellenbad habe konstruktive Mängel, da es nur benutzt werde, wenn die Wellenanlage tatsächlich eingeschaltet sei. Zum Schwimmen sei es aber ungeeignet.

Baustein für Tourismus

Anders Bürgermeister Frank Hix (CDU), der sich der Unterstützung durch die eigene und die SPD-Fraktion erfreute. Die Werratal-Therme sei ein wichtiger Baustein im Tourismus und Gesundheitswesen und das Wellenbad mache sie zu etwas „ganz Besonderem“. Von Bedeutung sei das Wellenbad auch für die Schulen, weil dort im Winter die Kinder Schwimmen lernen könnten. 40 Prozent der Therme-Besucher nutzten das Wellenbad, ohne dass es zu erheblichen Umsatzeinbrüchen kommen würde. Deshalb seien die mehr als eine halbe Million Euro auch eine sinnvolle Investition.

Ähnlich äußerte sich Günter Leis (CDU). Das Wellenbad sei „unbedingt erhaltenswürdig“, zumal es „im weiten Umkreis keine Welle“ gebe.

Einfach den Schlüssel umzudrehen, damit sei es nicht getan, sagte SPD-Fraktionschef Peter Hieronimus an die Adresse der Grünen. Der SPD gehe es darum, zunächst die Betriebssicherheit des Wellenbades zu gewährleisten. Danach könne man entscheiden, wie es weiter geht. (zcc)

Von Chris Cortis

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