Grillhüttenmord: Sachverständige machen Angaben zu Todesursache

+

Hessisch Lichtenau/Kassel. Beim Mordprozess wegen des Tötungsdeliktes an der Grillhütte Waldfrieden standen heute Vormittag drei rechtsmedizinischen Gutachten im Fokus:

Aktualisiert um 15.09 Uhr.

Geladen waren Christoph Birngruber von Rechtsmedizin Gießen, der die Leiche des Waldemar B. noch am Tatort untersucht hatte. Birngruber sagte aus, dass er neben dem zertrümmerten Schädel auch noch "Zeichen einer stumpfen Gewalteinwirkung im Gesicht", einen Schnitt in der Lippe und einen ausgeschlagenen Zahn festgestellt hatte.

Für den Göttinger Rechtsmediziner Klaus-Steffen Saternus, der die die Leiche obduziert hatte, war aber eindeutig die Schädelverletzung für den Tod verantwortlich: "Die Todesursache war ein massives Schädel-Hirn-Trauma", sagte Saternus. Als Tatwaffe halte er ein Beil für wahrscheinlich.

Lesen Sie auch:

- Grillhütten-Mord: Ehefrau des Opfers schickte die Polizei auf falsche Fährte

Auch Gita Mall, Direktorin des rechtsmedizinischen Instituts der Universität Jena, sagte heute Vormittag vor der 6. Kammer des Landgerichts Kassel aus. Die Rechtsmedizinerin hatte versucht, den Todeszeitpunkt zu bestimmen.

Wegen der starken Sonneneinstrahlung am Tatort sei das aber nur sehr vage möglich. "Der Tod ist wahrscheinlich nicht später als drei bis fünf Uhr morgens eingetreten", sagte sie. Je nach Berechnungsmethode ergebe sich aber auch ein möglicher Tod bereits am späten Abend des Vortags.

Heute Nachmittag will Richter Volker Mütze noch den Polizeibeamte anhören, der die Ermittlungen geführt hat. Er soll erklären, wie er die drei Angeklagten überführt haben will. (jft/alh)

Wie der ermittelnde Polizeibeamte den mutmaßlichen Tätern auf die Spur gekommen ist, lesen Sie hier im Laufe des Tages.

Archiv-Fotos: Suche nach der Tatwaffe

Mord an Grillhütte: Suche nach Tatwaffe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare